Anzeige
Anzeige
18. November 2014, 12:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Aktuare gefragt wie nie

Deutschlands Finanz- und Versicherungsmathematiker (Aktuare) sind so gefragt wie nie zuvor. Das hat eine aktuelle Studie mit dem Titel “Karriere, Entwicklung und Vergütung von Aktuaren 2014” der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) und der Managementberatung Kienbaum ermittelt.

Rainer Fuerhaupter in Studie: Aktuare gefragt wie nie

Rainer Fürhaupter, DAV: “In 2015 wird die Expertise der Aktuare besonders gefragt sein.”

“Die Studie belegt, dass das schwierige Mathematikstudium hervorragende Karrierechancen eröffnet. Und in den kommenden Jahren wird die Expertise von hochqualifizierten Aktuaren aufgrund der neuen europäischen Aufsichtsvorgaben für die Versicherungen gefragter sein denn je”, unterstreicht der DAV-Vorstandsvorsitzende Rainer Fürhaupter.

Weiteres Ergebnis der Untersuchung: Immer mehr Frauen entscheiden sich für den Beruf des Aktuars. Während in der Gruppe der über 50-Jährigen nur jeder achte Aktuar weiblich ist, sind es bei den 25- bis 35-Jährigen bereits 45 Prozent und bei den Berufseinsteigern fast 60 Prozent. Es gibt in Versicherungen zwischen männlichen und weiblichen Aktuaren ohne Führungsverantwortung, mit Diplom-/Masterabschluss, auf jeweils gleicher Hierarchieebene kaum Einkommensunterschiede.

Aktuare vermissen strukturierte Karriere- und Entwicklungsplanung

Eine deutliche Mehrheit der Aktuare (58 Prozent) ist mit ihrem Arbeitsverhältnis zufrieden, 31 Prozent sogar sehr zufrieden. Bestnoten gibt es für die Bereiche Arbeitsinhalte, die eigenständige Zeiteinteilung sowie das Fortbildungs- angebot der Arbeitgeber und die Arbeitsplatzsicherheit. Weniger zufrieden sind die Aktuare mit ihrer Work-Life-Balance und der Arbeitsbelastung, dem Führungsstil und der Kommunikation in ihren Unternehmen.

Personalentwicklung verbesserungswürdig

Nachbesserungsbedarf sehen die deutschen Finanz- und Versicherungsmathematiker besonders in den Personalentwicklungsprogrammen ihrer Firmen. Nur 30 Prozent der Studienteilnehmer erhalten vollständig und regelmäßig Feedback zu ihrer Leistung. Noch deutlich schlechter sieht es bei der persönlichen Entwicklung aus: Lediglich 20 Prozent bekommen eine regelmäßige und angemessene Rückmeldung zu ihren Fähigkeiten und Entwicklungsfeldern.

Von einer systematischen Nachfolgesicherung für abwanderungsgefährdete Spezialistenpositionen berichten nur 22 Prozent der Teilnehmer. Zudem bescheinigen 86 Prozent der Männer und 90 Prozent der Frauen ihren direkten Vorgesetzten, sie nicht ausreichend bzw. gar nicht in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

“Führungsproblem in den Gesellschaften”

“Die Untersuchung zeigt eindrucksvoll auf der einen Seite ein erhebliches Führungsproblem in den Unternehmen, die damit Gefahr laufen, in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels ihre Potenzialträger zu verlieren. Und zum anderen, welches Potenzial besteht, wenn ein sauberes Talent Management etabliert wird”, betont Kienbaum-Geschäftsführer Dr. Alexander von Preen.

Erhöhte Wechselbereitschaft

Die oftmals fehlenden Karriere- und Entwicklungsplanungen schlagen sich auch in einer gegenüber 2010 deutlich erhöhten Wechselbereitschaft nieder. Zwar ist das Gehalt für 26 Prozent der Aktuare weiterhin der wichtigste Wechselgrund, doch wird es von “interessanteren Arbeitsinhalten” (21 Prozent) und “Entwicklungschancen” (17 Prozent) fast eingeholt.

Die Bedeutung dieser Faktoren variiert aber bei einer geschlechtsspezifischen Betrachtung: Insgesamt nennen Frauen deutlich seltener materielle und Statusgründe als Motivation für einen Jobwechsel als Männer. Für sie stehen der Inhalt ihrer Arbeit und Arbeitsbedingungen im Vordergrund. Interessanterweise differenzieren die Wechselgründe bei Befragten, die tatsächlich ihren Arbeitgeber wechseln, erheblich von den Gründen, die Studienteilnehmer nennen, die einen Wechsel des Arbeitgebers planen: Die Höhe des Gehaltes rückt bei einer tatsächlichen Arbeitsplatzveränderung noch stärker in den Hintergrund.

Foto: DAV

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Thomas Bischof neu im Vorstand der Württembergischen

Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung bei Munich Re, übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli die Verantwortung bei den Versicherungstochtergesellschaften der Wüstenrot & Württembergischen. Zudem ist nach Angaben des Unternehmens beabsichtigt, dass er im Laufe des Jahres 2018 zu deren Vorstandschef berufen und als Geschäftsfeldleiter Versicherungen ins Management Board der W&W-Gruppe einziehen wird.

mehr ...

Immobilien

Offener Immobilienfonds Hausinvest erwirbt Seattle-Zentrale von Facebook

Die Commerz Real hat den Büroneubau Dexter Station in Seattle im US-Bundesstaat Washington für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben. Das Objekt ist mit einem Vertrag über zehn Jahre an Facebook vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Fed betritt mit Geldpolitik unbekanntes Terrain

Nach Jahren der lockeren Geldpolitik steht ein Epochenwechsel ins Haus. In den USA dürfte die Notenbank Fed in diesem Jahr mit der Verringerung ihrer Bilanzsumme beginnen und damit terra incognita betreten. Die Folgen für die Leitzinsentwicklung

mehr ...

Berater

Schenkungsvertrag: Rückforderungsrecht als Reißleine

Geschenktes darf man nicht zurückverlangen? Das sieht der Gesetzgeber bei Schenkungsverträgen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge anders. Mit einer pfiffigen Vertragsgestaltung kann der Unternehmer jederzeit die “Reißleine” ziehen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Nachteile durch komplizierte Bauverträge

Richtet sich ein Bauvertrag nicht allein nach dem BGB sondern enthält zusätzlich Klauseln des VOB/B, wird er für Laien schnell unverständlich. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 rät Bauherren zur Vorsicht.

mehr ...