Versicherer wollen dem Sachbearbeiter an den Kragen

Das größte Automatisierungspotenzial versprechen komplexere Geschäftsvorfälle, führen die Experten von PPI aus. Denn die einfachen Prozesse sind bereits zum großten Teil automatisiert. So weise die Schadensbearbeitung bei Glasbruch vielfach einen Automatisierungsgrad von 90 Prozent auf, berichten die Studienexperten. Gleichwohl arbeite die Branche darauf hin, auch diesen Wert noch zu übertreffen.

Weiter ergab die Studie, dass 83 Prozent der Befragten ihre IT-Landschaft gezielt verbessern, um eine Automatisierung von Standard-Geschäftsvorfällen im „qualifizierten Geschäft“ zu erreichen. Bei diesen komplexeren Prozessen wie beispielsweise der fiktiven Schadenabrechnung bei mobilen Gütern sei jedoch zunächst „ein Automatisierungsgrad von etwa 40 Prozent erstrebenswert und ausreichend“, heißt es.

Fortschreitende Regulierung treibt IT-Erneuerung voran

Ob simpel oder komplex – am Ende sei immer eine schnellere und einfachere Verarbeitung des Arbeitsprozesses das Ziel, so PPI. „Dadurch erhoffen sich die Assekuranzen vor allem niedrigere Betriebskosten“, sagt Experte Kohl, der zudem in der fortschreitenden Regulierung einen Treiber für die IT-Erneuerung der Branche sieht.

„Eine durch Standardsoftware gesteuerte Fallbearbeitung wird automatisch an Regularien angepasst und kann neue Vorschriften schneller erfüllen“, sagt Kohl. Auch Module zur Entwicklung und Einführung neuer Versicherungsprodukte seien oftmals im Softwarepaket mit Branchenlösung enthalten. Dies vereinfache die internen Arbeitsschritte der Assekuranzen, so der Software-Experte. (lk)

Foto: Shutterstock

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