Burnout in der Versicherungsbranche: Führungskräfte in der Pflicht

Knapp 85 Prozent der Mitarbeiter in der Versicherungsbranche fühlen sich durch ihre Arbeit übermäßig belastet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Branchendienstes deutsche-versicherungsboerse (dvb). Ein Lösungsweg nimmt die Führungskräfte in die Pflicht.

Gefahr Burnout: Nach möglichen Verbesserungen ihrer Situation befragt gaben die meisten Teilnehmer „Mehr Anerkennung und Wertschätzung“ sowie eine „Bessere Kommunikation untereinander“ an.

Fast jeder zweite der über 800 Studienteilnehmer fühlt sich von Unterbrechungen, Störungen und Ablenkungen stark bis sehr stark belastet.

Schlechter Informationsfluss

Zudem sehen etwa 40 Prozent in der fehlenden Bewegung ein großes bis sehr großes Problem. 60 Prozent bemängeln den Informationsfluss und die Existenz eines „Flurfunkes“.

Laut der Studienautoren ist die subjektive Einschätzung verschiedener Situationen bei Führungskräften und Sachbearbeitern teilweise sehr unterschiedlich. So gingen die Führungskräfte davon aus, dass sich 60 Prozent der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen identifizierten, die Teilnehmer ohne Leitungsfunktionen sehen das nur zu 40 Prozent.

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„Hohe Anzahl Personen sehr gefährdet“

Am Ende der Befragung konnten sich die Umfrageteilnehmer einem Burnout-Selbsttest unterziehen.

Friedel Rohde, dvb-Geschäftsführer, fasst die Ergebnisse dieses Selbsttests folgendermaßen zusammen: „Es zeigt sich, dass eine hohe Anzahl Personen sehr gefährdet ist. Wenn mehr als 50 Prozent der befragten Personen angeben, dass sie Kleinigkeiten schnell auf die Palme bringen, die körperliche Fitness deutlich gelitten hat und nach der Arbeit kaum noch Energie für Freizeitaktivitäten, für die Familie oder für Freunde ist, ist Gefahr im Verzug.“

Nach möglichen Verbesserungen ihrer Situation befragt gaben die meisten Teilnehmer „Mehr Anerkennung und Wertschätzung“ sowie eine „Bessere Kommunikation untereinander“ an.

Seite zwei: Weiter steigender Leistungsdruck

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