Offene Finanzkommunikation als Paradigmenwechsel für Versicherer

Die EU-Versicherungsaufsichtsbehörde Eiopa hat sich für die öffentliche Bekanntmachung der finanziellen Lage der europäischen Versicherungsgesellschaften ausgesprochen. Zudem seien externe Prüfungen unabhängiger Firmen ebenfalls „ein hervorragendes Werkzeug“ zur Herstellung von mehr Transparenz.

Die direkte Finanzkommunikation mit der Öffentlichkeit sei Eiopa zufolge ein echter Paradigmenwechsel für die meisten Versicherer.

Der Aufsichtsbehörde zufolge ist Transparenz einer der Eckpfeiler des neuen Aufsichtsregimes Solvency II.

Um dieser zu genügen müssten Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen zentrale Informationen zu ihrer Finanz- und Vermögenslage öffentlich bekanntmachen.

Paradigmenwechsel in der Finanzkommunikation

Dies sei ein echter Paradigmenwechsel für die meisten Gesellschaften, für die es bisher üblich gewesen sei, an Kontroll- und Aufsichtsbehörden zu berichten und nicht direkt an die Öffentlichkeit.

Die Versicherer sollten diese Gelegenheit nutzen, erklärt Eiopa, und ihren Stakeholdern und der Öffentlichkeit eine widerspruchsfreie und transparente Kommunikation ihrer finanziellen Lage bieten.

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Externe Audits empfehlenswert

Eiopa schlägt im Rahmen einer weiteren Erhöhung der Transparenz die Einbeziehung externer Firmen zum Zwecke einer objektiven Prüfung der Liquidität und Solvabilität vor.

Um den größtmöglichen Nutzen hieraus zu ziehen empfiehlt die Versicherungsaufsichtsbehörde die Inklusion aller zentralen Elemente des Berichts zur Solvenz- und Finanzlage (SFCR), namentlich des Rechnungsabschlusses, der Höhe des Eigenkapitals und des Kapitalbedarfs, in die externen Kontrollen. (nl)

Foto: Shutterstock

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