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14. September 2015, 08:03
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IDD: Das Ende aller Interessenkonflikte?

Im ersten Teil seines Gastbeitrags beschrieb Dr. Christoph Nützenadel, Synpulse Management Consulting, die allgemeinen Konsequenzen der Insurance Distribution Directive (IDD) für Berater und Versicherer. Im zweiten Teil geht er insbesondere auf die Aspekte Vergütung und Weiterbildung ein.

IDD

Dr. Christoph Nützenadel: “Vergütungsregeln, die den Mitarbeitern Anreize geben, ein bestimmtes Versicherungsprodukt zu empfehlen, sind endgültig passé.”

Mithilfe der IDD sollen Interessenkonflikte zwischen der Beratung und dem vergütungsorientierten Verkauf verhindert werden.

Schließlich soll dem Kunden kein Versicherungsprodukt nur deswegen empfohlen werden, weil die Vergütung für dieses höher ausfällt.

Transparenz bei der Vergütung

Die Mitgliedstaaten haben in ihren Länderregelungen sicherzustellen, dass die Anreizsysteme keinen nachteiligen Einfluss auf die Vermittler haben, im besten Interesse ihrer Kunden zu handeln.

Vergütungsregeln, die den Mitarbeitern Anreize geben, ein bestimmtes Versicherungsprodukt zu empfehlen, sind somit endgültig passé. Vor Vertragsabschluss sind die Kunden künftig über die Vergütungen ihrer Berater zu informieren.

Dies umfasst sowohl die Art (Provision, Honorar oder andere wirtschaftliche Vorteile jeglicher Art) als auch die Quelle der Vergütung (Versicherungsunternehmen oder Versicherungsnehmer).

Harte Geldstrafen möglich

Bei versicherungsbasierten Anlageprodukten müssen im Produktinformationsblatt zusätzlich zur Art und Quelle der Vergütung alle weiteren Kosten mitgeteilt werden. Die Mitgliedstaaten haben auch Sanktionen im Fall von Verletzungen der genannten Verhaltensanforderungen zu veranlassen.

Diese reichen von der Veröffentlichung eines Regelverstoßes über die Streichung aus dem Vermittlerregister bis zu harten Geldstrafen. Im Falle einer juristischen Person kann dies bis zu fünf Prozent des Umsatzes und mindestens fünf Millionen Euro ausmachen.

Seite zwei: Fachliche Kompetenz wichtig

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1 Kommentar

  1. Wer nicht warten will, bis das erhöhte Qualitätsniveau des Marktes auch in der Öffentlichkeit angekommen ist, sollte sich mit dem eigenen QM-Auftritt nach DIN ISO beschäftigen.
    Über 90 Prozent der Zielkundschaft kennt die DIN ISO 9001 oder nutzt diese selber für die Bewerbung fehlerfreier Produkte/Dienstleistungen. Der schnellste Weg seine Beratungsdienstleistung gegen Honorar abzusichern, wenn es nicht zu anderen Vergütungen kommt, berichtet Joachim König. Näheres s. Presseartikel und eBooks bei mwsbraun.de.

    Anm. In Kürze erscheint der Referentenentwurf zur Product Governance. Diese Beratungsrichtlinie ist ebenfalls Teil von IDD. Der Artikel 25 wird den Beratungsprozess für die Altersvorsorgeberatung mit FLV grundlegend verändern.

    Kommentar von Frank L. Braun — 15. September 2015 @ 09:50

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