Studie: Pflegeplätze bedürfen 80-Milliarden-Investition bis 2030

Durch die steigende Zahl von Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2030 sehen Experten einen Investitionsbedarf bei Heimplätzen von bis zu 80 Milliarden Euro. Die Zahl der Pflegebedürftigen wachse von heute 2,6 Millionen auf dann 3,5 Millionen Menschen.

Der Report kommt auch zu der Erkenntnis, dass heute rund 70 Prozent der Neuzugänge eines Pflegeheimes direkt aus Krankenhäusern kommen, darunter viele leichte Fälle, die auch zu Hause gepflegt werden könnten.

Damit würden zusätzlich gut 320 000 stationäre Pflegeplätze benötigt. Zu dieser Einschätzung kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), der Philips GmbH und des Institutes for Health Care Business. Die Zahl der Pflegekräfte müsste demnach von heute gut 700 000 um rund 235 000 steigen.

Studie: „Pflegebedürftige möglichst lange zu Hause zu betreuen“

Der Report kommt auch zu der Erkenntnis, dass heute rund 70 Prozent der Neuzugänge eines Pflegeheimes direkt aus Krankenhäusern kommen, darunter viele leichte Fälle, die auch zu Hause gepflegt werden könnten. Die Vermutung liege nahe, dass durch die Umstellung auf das Fallpauschalen-System in den Krankenhäusern eine Art „Outsourcing von Pflege“ aus der Klinik ins Pflegeheim stattgefunden habe, so die Studie. Es gelte, durch technische Möglichkeiten und pflegerische Netzwerke die Möglichkeit zu stärken, Pflegebedürftige möglichst lange zu Hause zu betreuen.

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Gröhe: „Wir machen den Pflegeberuf attraktiver“

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sieht sich durch die Studie bestätigt. „Wir machen den Pflegeberuf attraktiver, haben die Hilfe für die Pflege zu Hause spürbar verbessert und stärken die Unterstützung von Pflegebedürftigen im Pflegeheim.“ Die Studie zeige aber auch, dass die Länder ihrer Pflicht zu notwendigen Investitionen nur unzureichend nachkämen.

Der Bundestag hatte das zweite Pflegestärkungsgesetz von Gröhe Mitte November beschlossen. Es wird erwartet, dass das Gesetz an diesem Freitag auch vom Bundesrat gebilligt wird.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

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