Anzeige
Anzeige
16. Dezember 2015, 08:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Pflegeplätze bedürfen 80-Milliarden-Investition bis 2030

Durch die steigende Zahl von Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2030 sehen Experten einen Investitionsbedarf bei Heimplätzen von bis zu 80 Milliarden Euro. Die Zahl der Pflegebedürftigen wachse von heute 2,6 Millionen auf dann 3,5 Millionen Menschen.

Pflegeplätze bedürfen 80-Milliarden-Investition bis 2030

Der Report kommt auch zu der Erkenntnis, dass heute rund 70 Prozent der Neuzugänge eines Pflegeheimes direkt aus Krankenhäusern kommen, darunter viele leichte Fälle, die auch zu Hause gepflegt werden könnten.

Damit würden zusätzlich gut 320 000 stationäre Pflegeplätze benötigt. Zu dieser Einschätzung kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), der Philips GmbH und des Institutes for Health Care Business. Die Zahl der Pflegekräfte müsste demnach von heute gut 700 000 um rund 235 000 steigen.

Studie: “Pflegebedürftige möglichst lange zu Hause zu betreuen”

Der Report kommt auch zu der Erkenntnis, dass heute rund 70 Prozent der Neuzugänge eines Pflegeheimes direkt aus Krankenhäusern kommen, darunter viele leichte Fälle, die auch zu Hause gepflegt werden könnten. Die Vermutung liege nahe, dass durch die Umstellung auf das Fallpauschalen-System in den Krankenhäusern eine Art “Outsourcing von Pflege” aus der Klinik ins Pflegeheim stattgefunden habe, so die Studie. Es gelte, durch technische Möglichkeiten und pflegerische Netzwerke die Möglichkeit zu stärken, Pflegebedürftige möglichst lange zu Hause zu betreuen.

Gröhe: “Wir machen den Pflegeberuf attraktiver”

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sieht sich durch die Studie bestätigt. “Wir machen den Pflegeberuf attraktiver, haben die Hilfe für die Pflege zu Hause spürbar verbessert und stärken die Unterstützung von Pflegebedürftigen im Pflegeheim.” Die Studie zeige aber auch, dass die Länder ihrer Pflicht zu notwendigen Investitionen nur unzureichend nachkämen.

Der Bundestag hatte das zweite Pflegestärkungsgesetz von Gröhe Mitte November beschlossen. Es wird erwartet, dass das Gesetz an diesem Freitag auch vom Bundesrat gebilligt wird.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Patientenschützer mahnen dringend neuen Pflege-TÜV an

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat von der neuen Bundesregierung rasch eine Reform des sogenannten Pflege-TÜVs angemahnt. “Der neue Pflege-TÜV sollte 2018 an den Start gehen. Fest steht aber heute schon, dass er nicht termingerecht kommen wird”, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur.

mehr ...

Immobilien

CDU will Mietpreisbremse auslaufen lassen

Die CDU will sich einem Zeitungsbericht zufolge von der Mietpreisbremse verabschieden. Ziel sei es, sich bei Gesprächen über eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP auf ein Auslaufen der Mietpreisbremse im Jahr 2020 zu verständigen, berichten die “Stuttgarter Nachrichten” unter Berufung auf Unionskreise.

mehr ...

Investmentfonds

Bantleon gründet Beteiligungsgesellschaft für Technologie-Investments

Der Asset Manager Bantleon baut mit einer eigenen Beteiligungsgesellschaft das neue Geschäftsfeld Technologie-Investments aus.

mehr ...

Berater

Privatbank kündigt Riester-Sparpläne

Die Hamburger Privatbank Donner & Reuschel, eine Tochter von Signal Iduna, hat 130 Kunden mit einem Riester-Sparplan nahegelegt, in eine andere Riester-Versicherung des Iduna-Konzerns zu wechseln. Kunden, die dieses Angebot ablehnten, kündigte die Bank außerordentlich. Dies meldet das Wirtschaftsmagazin “Capital”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD-Umsetzung: Gut gemeint ist nicht gut gemacht

Das deutsche Umsetzungsgesetz zur IDD ist verabschiedet und tritt im Februar 2018 in Kraft. Trotzdem sind noch diverse Aspekte unklar. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor allen Beteiligten, um die IDD-Umsetzung handhabbar und zu einem Erfolg zu machen.

mehr ...