15. September 2015, 11:06
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Test: Private Unfallpolicen leisten sehr unterschiedlich

Die Leistungen von Unfallversicherern unterscheiden sich laut einem aktuellen Test der Stiftung Warentest deutlich. Eine “gute” Unfallversicherung gibt es demnach bereits ab 117 Euro im Jahr, einen “sehr guten” Tarif ab 192 Euro – sofern der Versicherte nicht in einem gefährlichen Beruf arbeitet.

Unfallversicherungen leisten sehr unterschiedlich

Ein Unfall kann das Leben schlagartig ändern: “Eine Unfallversicherung ist wichtig für die Absicherung im Fall einer dauerhaften gesundheitlichen Schädigung”, betonen die Versicherungsexperten.

Wer durch einen Unfall die Funktionsfähigkeit seiner Hand verliert, könne von der einen Unfallversicherung im Test 100.000 Euro Entschädigung erhalten, von einer anderen hingegen 500.000 Euro, also das Fünffache. Dies teilte die Stiftung Warentest am Dienstag auf Basis einer Untersuchung der Zeitschrift “Finanztest” (Oktober-Ausgabe) mit, für die insgesamt 124 Angebote von Unfallversicherern bewertet wurden.

Bisheriger Versicherungsschutz sollte überprüft werden

Die Tester raten Verbrauchern, die bereits eine Unfallversicherung haben, ihren bisherigen Versicherungsschutz zu überprüfen. Es sollte sichergestellt werden, dass der Anbieter im Ernstfall genug leiste, erklären die Verbraucherschützer. Gegebenenfalls sei auch ein Anbieter- oder Tarifwechsel zu erwägen.

Unfallversicherung reicht nicht aus, um den Verlust der Arbeitskraft abzusichern

“Eine Unfallversicherung ist wichtig für die Absicherung im Fall einer dauerhaften gesundheitlichen Schädigung”, betonen die Versicherungsexperten. Diese trete zum Beispiel ein, wenn nach einem Trümmerbruch das Sprunggelenk versteift werden müsse oder wenn jemand nach einem Hirntrauma gelähmt sei.

Sofern die Leistung hoch genug sei, könnten Verletzte nach einem Unfall nicht nur zusätzliche Physiotherapie oder eine Haushaltshilfe bezahlen, sondern sich auch langfristig ein Finanzpolster schaffen – etwa dann, wenn sie nicht mehr Vollzeit arbeiten können. Zugleich betonen die Tester, dass eine Unfallversicherung nicht aureiche, um den Verlust der Arbeitskraft abzusichern. Hierzu sei eine Berufsunfähigkeitsversicherung “die erste Wahl”. (lk)

Foto: Shutterstock

 

1 Kommentar

  1. Schon allein der Faktor “Eigenbewegung” ist den Kunden schwer begreiflich zu machen.
    So ist ja fast jeder Sportunfall darauf zurückzuführen.
    Hier sollten die Versicherer schleunigst diese Klausel entfernen.
    Lieber 1 Euro teurer aber Klarheit. So können Versicherer durchaus, wegen Kundenfreundlicheren Bedingungen,
    auch Ihr Image verbessern.

    Kommentar von Wilfried Strassnig — 12. Oktober 2016 @ 16:13

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