Anzeige
9. Juli 2015, 10:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Riester-Rente: Wem nützen die Zulagen?

Es ist im Interesse der Versicherungswirtschaft das Zulagenverfahren der Riester-Rente zu vereinfachen, denn der staatliche Zuschuss entscheidet oftmals darüber, ob sich das Riestern lohnt. Eine neue Studie kommt nun zu dem Schluss, dass die Fördersummen oftmals an der eigentlichen Zielgruppe – den Geringverdienern – vorbeifließt. 

Zulagenverfahren

Nur gut die Hälfte der Sparer schöpft die Riester-Förderung voll aus, berichtet der GDV auf Basis jüngster Zahlen der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA).

Nach Ansicht von Klaus-Peter Klapper, Leiter Produkt- und Vertriebsmarketing bei der Stuttgarter Lebensversicherung, sollte das komplizierte Riester-Zulagenverfahren vereinfacht werden, “etwa die unterschiedlichen Zulagenhöhe für Kinder, die vor oder ab 2008 geboren wurden”.

Wer die volle Förderung erhalten möchte, muss jährlich mindestens vier Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Einkommens einzahlen. Die maximale jährliche Grundzulage beträgt 154 Euro. Hinzu kommen 185 Euro für jedes vor 2008 geborene Kind. Ist der Nachwuchs erst nach 2008 auf die Welt gekommen, haben Riester-Sparer Anspruch auf 300 Euro.

Nur Hälfte der Sparer schöpft Riester-Förderung aus

Deshalb profitieren von der staatlichen Förderung insbesondere Familien – aber auch Geringverdiener. So erhalten alleinerziehende Riester-Sparer mit einem Jahreseinkommen von 15.000 Euro für einen Eigenbeitrag von 261 Euro weitere 339 Euro vom Staat. Die Förderung beläuft sich damit auf 56 Prozent des Gesamtbeitrags.

Auch bei Jahreseinkommen von 50.000 Euro und mehr liegt die Förderquote nach Angaben des Versicherungsverbandes GDV je nach Familienstand zwischen 28 Prozent und 38 Prozent. Allerdings schöpfe nur gut die Hälfte der Sparer die Riester-Förderung voll aus, berichtet der GDV auf Basis jüngster Zahlen der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA).

Gleichwohl erreiche die Riester-Förderung ihr Ziel, beteuert der Verband: Demnach hätten nach der Statistik von 2011 fast zwei Drittel (64,8 Prozent) der Riester-Zulagenempfänger ein Jahreseinkommen von weniger als 30.000 Euro.

Eine zusätzliche Steuerermäßigung, von der in der Tendenz eher Sparer mit höheren Einkommen profitierten, erhalte demgegenüber nur jeder dritte Zulagenempfänger. So können Riester-Sparer über die Zulagen hinaus von Steuerermäßigungen profitieren. Allerdings erkennt das Finanzamt höchstens 2.100 Euro pro Jahr als Sonderausgaben an.

Seite zwei: “Pferdefuß” für Geringverdiener

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Incentives Zusatzkrankenversicherung – so bleiben sie steuerfrei

Viele Unternehmen sichern ihre Mitarbeiter mit sogenannten Zukunftssicherungsleistungen gegen allerlei Ungemach ab. Damit solche Gehaltsextras auch steuerfrei bleiben, kommt es auf die richtige vertragliche Gestaltung an.

mehr ...

Immobilien

Wohn-Riester: Das müssen Sie wissen

Bauherren und Käufer von selbstgenutztem Wohneigentum können sich bei einer Wohn-Riester geförderten Finanzierung oft Vorteile von mehreren Zehntausend Euro sichern. Dennoch lassen immer noch viele die staatliche Unterstützung ungenutzt. Oft aus purer Unwissenheit. Laut aktueller LBS-Riester-Umfrage haben sich mehr als 60 Prozent der Menschen noch nicht mit der Riester-Förderung beschäftigt, mehr als 40 Prozent wissen nicht, ob sie förderberechtigt sind.

mehr ...

Investmentfonds

Ende des Handelskriegs?

China wählt einen ungewöhnlichen Weg, um den Handelsstreit mit den USA zu beenden. Nach Berichten des Nachrichtenportals “Bloomberg” will das Land US-Waren kaufen, um das Defizit auszugleichen. Das Angebot sei bereits von Anfang Januar.

mehr ...

Berater

Recruiting: Mit Jobstory die Richtigen finden

Die Suche nach Mitarbeitern ist nichts anderes als die Suche nach einem Lebenspartner. Wie kann dieses Unterfangen erfolgreich gestaltet werden?

Gastbeitrag von Hans Steup, Versicherungskarrieren

mehr ...

Sachwertanlagen

Kapital in zehn Jahren fast verfünffacht

Die Paribus-Gruppe hat die Fondsimmobilie des SCM Capital GmbH & Co. KG Renditefonds V – Hamburg Wohnen sowie abgespaltene Grundstücksteile verkauft. Der Gesamtrückfluss an die Fondsanleger ist beachtlich.

mehr ...

Recht

BVI: Studie bestätigt Kostentransparenz bei Fonds

Der deutsche Fondsverband BVI bewertet die jüngste ESMA-Studie zu Kosten und Wertentwicklung von Finanzprodukten für Privatanleger positiv.

mehr ...