Zurich verschärft Sanierung – Höhere Einsparungen bis 2016

Der Schweizer Versicherer Zurich verschärft sein Sanierungsprogramm. Bis zum Jahr 2016 sollen die Kosten des Konzerns um weitere 300 Millionen US-Dollar (270 Millionen Euro) sinken, wie der Allianz-Rivale am Donnerstag in Zürich mitteilte.

Zurich-Chef Martin Senn will spätestens Ende kommenden Jahres kräftig Geld ausgeben – für Übernahmen oder für die Aktionäre.

„Wir sind uns bewusst, dass wir uns weiter verbessern müssen“, sagte Zurich-Chef Martin Senn. Bei den vor knapp anderthalb Jahren ausgegebenen Zielen etwa für eine stärkere Eigenkapitalrendite und höhere Bargeldzuflüsse sei das Unternehmen allerdings auf Kurs.

Verschärfung des Sparprogramms kostet viel Geld

Die Verschärfung des Sparprogramms kostet allerdings zunächst Geld. Auf 400 bis 600 Millionen Dollar schätzt Senn die Aufwendungen, die er größtenteils bereits im laufenden Jahr verbuchen will. Bis zum Jahr 2018 peilt er durch den Umbau sogar Effizienzgewinne von mindestens einer Milliarde Dollar netto an. Dazu will er die Abläufe vereinfachen und zentrale Dienstleistungszentren für den gesamten Konzern ausbauen.

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Im Geschäft mit großen Unternehmenskunden, Firmenkunden und Teilen des Privatkundengeschäfts hat Zurich nach Darstellung des Managements gute Fortschritte erzielt. Bis Ende 2016 müsse etwa die Zusammenarbeit der Geschäftsbereiche weiter ausgebaut werden.

Verbesserte Schaden-Kosten-Quote 

In der Schaden- und Unfallversicherung soll von den Prämieneinnahmen künftig mehr Gewinn übrigbleiben: Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote, also der Anteil der Prämien, die für Schäden, Verwaltung und Vertrieb draufgehen, soll um zwei bis drei Prozentpunkte sinken. Auch die weltweite Lebensversicherung soll mehr Geld abwerfen.

Spätestens Ende kommenden Jahres will Zurich kräftig Geld ausgeben: Drei Milliarden Dollar an überschüssigem Kapital will der Versicherer bis dahin für die Übernahme anderer Unternehmen ausgeben – oder das Geld an die Aktionäre ausschütten.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Zurich

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