Advigon lanciert Krebsversicherung

Der Liechtensteiner Versicherer Advigon hat eine Krankenzusatzversicherung auf den deutschen Markt gebracht, die im Falle einer Krebserkrankung leistet. Der neue Tarif „Advigon.Krebs-Schutz“ besteht aus bis zu vier Bausteinen, die unter anderem der Krebsfrüherkennung dienen.

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Advigon-Geschäftsführer Godehard Laufköter: „Nicht alles, was in der Krebsfrüherkennung wünschenswert wäre, steht im Leistungskatalog der GKV.“

Advigon zufolge beinhaltet der Tarif neben Leistungen für die Krebsfrüherkennung auch ambulante und stationäre Behandlungen, einschließlich einer psychotherapeutischen Krisenintervention, die Option auf ein Ein- oder Zweibettzimmer während der Genesung nach einer Operation sowie Gelder für Heil- und Hilfsmittel.

Einmalzahlung bei schweren Diagnosen

Hinzu kommt ein einmaliges Diagnosegeld in Höhe von bis zu 10.000 Euro bei schweren Diagnosen, das heißt, wenn mindestens die Tumorgröße T2 (größer als 2 cm) vorliegt. Weitere Bedingungen für die Sofortzahlung sind, dass die Krebserkrankung erstmalig auftritt und eine sechsmonatige Wartezeit ab Vertragsabschluss eingehalten wurde.

Laut Advigon varriert der Preis je nach Baustein zwischen 4,90 Euro und 14,90 Euro im Monat für einen 40-Jährigen. Der Tarif richtet sich sowohl an gesetzlich als auch privat Versicherte.

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„Die Früherkennungsprogramme der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wurden in den letzten Jahren zwar erweitert, doch nicht alles, was in der Krebsfrüherkennung wünschenswert wäre, steht im Leistungskatalog der GKV. Auch mancher Einsteigertarif der PKV ist verbesserungsfähig“, kommentierte Advigon-Geschäftsführer Godehard Laufköter die Einführung der Police.

Police kommt für genetische Test auf

Advigon verweist dabei auf die Kosten für genetische Tests, die die Medikamentensicherheit erhöhten. Diese würden von der GKV bisher nicht standardmäßig übernommen. Demnach hätten
wissenschaftliche Studien in jüngster Zeit gezeigt, dass einige Krebstherapien genetisch bedingt bei manchen Menschen gar nicht anschlagen könnten, so der Versicherer.

Die Advigon Versicherung AG, Vaduz ging 2015 aus der CSS Versicherung AG, Vaduz hervor, nachdem die Hanse Merkur Versicherungsgruppe aus Hamburg eine Beteiligung von 75 Prozent plus eine Aktie an der CSS erworben hatte. (lk)

Foto: Advigon

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