„Auch kleinere Unternehmen im Visier von Cyber-Kriminellen“

Attacken aus dem Internet treffen immer häufiger auch kleine und mittelständische Unternehmen. Daniel Koch, Leiter der Abteilung Produktmanagement Firmen der HDI Versicherung AG, spricht über das zunehmende Bedrohungspotenzial durch Cyber-Kriminalität, den Bedarf der Firmen an schlanken und passgenauen Versicherungslösungen sowie die Wachstumsaussichten des Versicherers in einem jungen Markt.

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„Es sind gerade kleinere und mittelständische Unternehmen, die aus der Sicht von Fachleuten und auch aus unserer Sicht gefährdet sind.“

Cash.: Größere Unternehmen und Industrie-Unternehmen können bereits Cyber-Policen von HDI erwerben. Nun bieten sie auch kleineren und mittelständischen Unternehmen einen finanziellen Schutz gegen Hacker und andere Cyber-Kriminelle an. Was sind die Gründe hierfür?

Koch: Die aktuelle Bedrohungslage durch Cyber-Angriffe legt auch kleineren Unternehmen nahe, Schutzmaßnahmen gegen diese Angriffe zu ergreifen. Längst sind es nicht mehr nur Großunternehmen, die ins Visier von Cyber-Kriminellen geraten. Es sind gerade kleinere und mittelständische Unternehmen, die aus der Sicht von Fachleuten und auch aus unserer Sicht gefährdet sind.

Technische und organisatorische Maßnahmen reichen für eine wirksame Abwehr dieser Gefahr jedoch nicht mehr aus. Denn eine 100-prozentige Sicherheit lässt sich auch mit den ausgefeiltesten Maßnahmen nicht erreichen. Unternehmen wollen die Risiken, die durch die Vielzahl von Cyberangriffen entstehen, deshalb auch finanziell deckeln. Eine für das Unternehmen passende Cyber-Versicherung ist dazu das richtige Mittel. Derzeit sind jedoch lediglich zehn Prozent der deutschen Unternehmen gegen das Risiko eines Cyberangriffs abgesichert.

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Jedes zehnte mittelständische Unternehmen wurde 2014 mindestens einmal Opfer einer Attacke aus dem Internet, ergab eine Umfrage der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) aus dem vergangenen Sommer. Trotzdem sind immer noch viele Mittelständler der Ansicht, dass ihr Betrieb für Hacker nicht groß oder wichtig genug sei. Mit welchen Produkt-Features wollen Sie zögerliche Kunden von ihrer neuen „Cyberrisk“-Zusatzdeckung zur Betriebshaftpflicht überzeugen?

Zum einen zeigen wir Unternehmen aus Gewerbe und Handwerk detailliert die aktuelle Bedrohungslage im Hinblick auf Cybercrime auf. Und zum anderen bieten wir mit der Zusatzdeckung Cyberrisk ein Produkt für kleine und mittelständische Unternehmen, das genau auf diese Bedrohungslage abzielt. Ein Produkt, das zudem transparent und für den Kunden einfach zu handeln ist.

Vor allem aber können sich die Leistungen sehen lassen: Einmal bietet Cyberrisk einen umfangreichen Haftpflichtschutz für Cyberrisiken: Ansprüche Dritter mit einer Deckungssumme von 750.000 Euro für Vermögensschäden sind hierüber abgedeckt. Cyberrisk geht aber – obwohl als Zusatzdeckung zur Betriebshaftpflicht konzipiert – weit über die Deckung von Haftpflicht-Risiken hinaus und tritt auch für Eigenschäden des Unternehmens ein. Dazu gehören zum Beispiel: Kosten für forensische Untersuchungen, die Benachrichtigung von Betroffenen und Datenschutzbehörden, Dienstleistungen zur Kreditkartenüberwachung sowie die Wiederherstellung von Daten und Software. Außerdem sind auch Schäden durch Betriebsunterbrechung abgesichert.

Seite zwei: Prämienermittlung erfolgt auf Umsatzbasis

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