10. Februar 2016, 12:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

US-Behörde: Computer kann als Autofahrer gelten

Es ist ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft mit selbstfahrenden Auto: Die US-Verkehrssicherheitsbehörde hat festgestellt, dass Computer grundsätzlich als Fahrer anerkannt werden können. Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich bereits darauf eingestellt, in Zukunft auch automatisierte Fahrzeuge zu versichern.

Autonomes Fahren: Computer kann in den USA als Autofahrer gelten

Selbstfahrendes Auto präsentiert auf dem Auto Salon Genf im März 2015.

Zugleich schränkte die US-Behörde aber auch ein, dass das aktuelle Regelwerk an vielen Stellen eindeutig Menschen am Steuer und entsprechende Kontroll-Mechanismen wie Pedale voraussetze.

Bremsen per Fuß oder Hand muss gegeben sein – zumindest bislang

Google wollte von der NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) vor allem wissen, wie sie zur Idee komplett vom Computer gesteuerter Autos ohne Lenkrad, Pedale oder Lichtschalter steht. Die Behörde sieht hier zum Teil wenig Spielraum für eine Interpretation. Etwa bei Bremsen werde derzeit eindeutig gefordert, dass sie sich per Fuß oder Hand bedienen lassen müssten. Google könne aber eine Ausnahme für seine Fahrzeuge beantragen.

Deutsche Assekuranz will hochautomatisierte Autos versichern

Historisch könnte aber die Feststellung sein, dass automatische Systeme rechtlich als Fahrer eines Fahrzeugs gelten können. “Wenn kein menschlicher Insasse das Fahrzeug fahren kann, ist es sinnvoller, als Fahrer das anzuerkennen, was auch immer es fährt”, schrieb die Behörde in ihrer Antwort an den Internet-Konzern. Man stimme Google zu, dass sein selbstfahrendes Auto keinen “Fahrer” in dem seit über 100 Jahren gängigen traditionellen Sinne haben werde. Zugleich mache das auch neue Prüfverfahren für die Technik notwendig.

In Deutschland verfolgt vor allem die Versicherungswirtschaft mit großem Interesse, wohin das automatisierte Fahren in den USA steuert. Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte sich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) eindeutig zu dem Thema positioniert: “Wir werden hochautomatisierte Autos versichern”, versprach Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung.

Sicherheit im Fokus

Allerdings knüpft der GDV sein Versprechen an Bedingungen: “Wir dürfen keine Systeme für den Straßenverkehr zulassen, die womöglich unsicherer sind als der menschliche Fahrer”, erklärte der Verband. Der Autokäufer dürfe kein Testfahrer sein, der technische Neuerungen im öffentlichen Straßenverkehr im “Trial-and-Error-Verfahren” erprobe. Der Gesetzgeber müsse verbindliche Prüf- und Testverfahren für automatische Systeme schaffen, so die Forderung des GDV. (dpa-AFX, lk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

83,4 zu 78,6: Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter

Die aktuellen Sterbetafeln zeigen, dass die Lebenserwartung in Deutschland weiter gestiegen ist. Das zeigen die neuesten Statistiken des Statistischen Bundesamtes. Die Entwicklung hat auch Folgen für die gesetzliche Rente und die private Altersvorsorge. Besonders hoch ist die Lebenserwartung in Baden-Württemberg.

mehr ...

Immobilien

So gelingt eine sichere Baufinanzierung

Bauherren wissen: Vorsicht ist besser als Nachsicht, gerade wenn es um die Baufinanzierung geht. Wie die Corona-Pandemie zeigt, können sich die Umstände plötzlich verändern. Welche Finanzierungsrisiken Hauskäufer vorab mit einkalkulieren sollten, verrät Ralf Oberländer, Finanzierungsexperte der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

mehr ...

Investmentfonds

Verkäufe der Zentralbanken: Ein Indikator für die Richtung des Goldpreises?

Weltweit ist das Interesse der Zentralbanken an Gold erheblich abgeflaut. Könnte das Verhalten der Notenbanken gar einen Hinweis auf die Entwicklung
des Goldpreises geben?

mehr ...

Berater

Erneute Durchsuchung bei Wirecard

Wirecard hat einem Zeitungsbericht zufolge erneut Besuch von der Staatsanwaltschaft München I bekommen. An der Durchsuchung am Dienstag sollen auch Beamte des Bundeskriminalamtes beteiligt gewesen sein, wie die “Süddeutsche Zeitung” schreibt.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin bestellt Abwickler für Acada-Geschäfte

Die Finanzaufsicht BaFin hat bereits mit Bescheid vom 1. September 2020 zur Abwicklung des durch die mittlerweile insolvente Adcada GmbH, Bentwisch, unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts einen Abwickler bestellt. Das machte die Behörde nun auf ihrer Website bekannt.

mehr ...

Recht

Rente im Ausland: Das müssen sie beachten

Der 1. Oktober ist Tag der Senioren oder einfach Weltseniorentag. Er wurde 1990 durch die UNO initiiert, um die Leistungen der Älteren zu würdigen. Immer mehr deutsche Rentner zieht es zur Rückschau auf die Lebensleistung dauerhaft in andere Länder. Sich zur Ruhe setzen, wo andere Urlaub machen? Was dabei zu beachten ist.

mehr ...