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20. Juli 2016, 08:48
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Deutsche vertrauen der Rente vom Staat nicht

Wunsch und Wirklichkeit klaffen in der Rentenfrage hierzulande weit auseinander. Während die Mehrzahl der Deutschen sich sehr um ihre finanzielle Versorgung im Alter sorgt, beschäftigt sich nur eine Minderheit mit dem Thema. Das ist das Ergebnis des aktuellen Themenradars der Deutschen Bank.

Breiting-Frank DAWM-750 in Deutsche vertrauen der Rente vom Staat nicht

Frank Breiting, DAM: “Die verschiedenen Instrumente der privaten Altersvorsorge sind für die meisten Bürger kaum verständlich.”

Mehr als 80 Prozent der Befragten sind demnach überzeugt, dass ohne zusätzliche private Altersvorsorge niemand seinen Lebensstandard im Alter wird aufrecht erhalten können. 52 Prozent (61 Prozent in der Gruppe der 18-35-Jährigen) äußern konkret Angst vor Altersarmut. Und 61 Prozent glauben gar, dass das gesetzliche Rentensystem in Deutschland über kurz oder lang zusammenbrechen wird.

Fast die Hälfte der Befragten muss noch aktiv werden

Dementsprechend vertraut nur ein knappes Viertel (23 Prozent) auf den Staat. Der Aussage “Die gesetzliche Rente ist das Einzige, auf das man sich wirklich verlassen kann” stimmen sogar nur 13 Prozent der Befragten zu. Aber auch wenn die Deutschen die Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge sehen, werden zu wenige tatsächlich aktiv. 43 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich noch um ihre private Vorsorge kümmern müssen, bei den Jüngeren sind es 58 Prozent.

Qual der Wahl verhindert Entscheidung

Die Gründe sind vielfältig: 70 Prozent sagen, dass ihnen Altersvorsorgeprodukte oft zu unverständlich oder kompliziert sind, 49 Prozent empfinden es als sehr lästig, sich um die Altersvorsorge kümmern zu müssen. 42 Prozent sagen, sie würden gerne etwas in die private Vorsorge stecken, haben aber kein Geld übrig. 44 Prozent scheitern nach eigenen Angaben aber auch daran, dass sie sich nicht zwischen der Vielzahl verschiedener Produkte entscheiden können.

Frank Breiting, Leiter private Altersvorsorge bei der Deutschen Asset Management, sieht hier ein klares Signal für die Politik: “Die verschiedenen Instrumente der private Altersvorsorge sind für die meisten Bürger kaum verständlich. Deshalb ist es kein Wunder, dass sie sich zu wenig mit ihrer Absicherung in der Zukunft auseinandersetzen”, sagt er. “Angesichts der vielfach drohenden Altersarmut ist das aber fatal. Die Politik sollte sich bei ihren kommenden Reformen vor allem auf die Vereinfachung des bestehenden Systems konzentrieren und nicht noch weitere Instrumente schaffen.”

Für den Themenradar der Deutschen Bank wurden in einer repräsentativen Online-Umfrage 500 Bundesbürger im Alter von 18-59 Jahren befragt. (fm)

Foto: Deutsche Asset Management

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1 Kommentar

  1. Die gesetzliche Rente, die private Vorsorge und dazu die betriebliche Altersversorgung – das sind die drei Säulen” Das waren schon immer 3 Säulen, nur unsere Regierungen können diese nicht auseinander halten und werfen immer alles in einen Topf. Für mich war die Pensionskasse meine betriebliche Altersversorgung und meine Lebensversicherung mit Barlohnverzicht meine private Vorsorge. Politisch gewollt wurde man mit Pauschalsteuern auf den Beitrag gelockt, als Anreiz privat vorzusorgen. Aber weil die Krankenkassen Geld brauchten, wurde alles was irgendwie im betrieblichen Bezug stand Sozialversicherungspflichtig. Egal ob man in der Ansparphase schon Krankenversicherungsbeiträge gezahlt hatte oder nicht. Wir hatten auch keine Versorgungszusage und unsere Verträge waren völlig eigen finanziert und es war von vornherein eine Kapitalauszahlung vereinbart. Demzufolge kann es kein Versorgungsbezug sein.

    Kommentar von Ingrid Wulff — 20. Juli 2016 @ 12:05

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