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22. November 2016, 13:12
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LV-Markt 2017: Von Garantiezinsen, PIA und Vertriebschancen

Wer noch irgendwas in Sachen klassischer Lebensversicherung machen will, sollte sich sputen, denn den Markt wirbelt es 2017 ganz schön durcheinander. Die Absenkung des Garantiezinses, die Einführung von “PIA” und das Pflegestärkungsgesetz II werden den Markt radikal verändern.

Die Pradetto-Kolumne

Oliver-pradetto in LV-Markt 2017: Von Garantiezinsen, PIA und Vertriebschancen

“In jedem Fall sollten Makler genau hinsehen, welchen Lebensversicherer sie künftig wählen, denn ab dem 1. Januar 2017 schlägt ‘PIA’ zu.”

Da wäre zunächst einmal die Absenkung des Garantiezinses auf 0,9 Prozent. Das hört sich zunächst einmal katastrophal wenig an, ist es aber ganz und gar nicht. Makler, die diese Rendite für schlecht halten, haben es bloß nicht so mit Mathematik.

Ja klar. 0,9 Prozent ist schon verflixt wenig. Doch im Vergleich wozu? Im Vergleich zu dem vier-Prozent-Garantiezins von vor 16 Jahren? Sicher.

Nur geht es bei Renditen nicht um die guten alten Zeiten. Es geht um das real Erreichbare und da muss man Renditen ins Verhältnis a) zur Teuerungsrate und b) zu anderen vergleichbaren Kapitalanlagen setzen.

Verhältnis von Rendite und Inflation

Was Punkt a) angeht, so muss man sich zunächst einmal klar machen: Eine Rendite von zehn Prozent führt zu einem stärkeren Anwachsen meines absoluten Vermögens, als eine Rendite von einem Prozent.

Doch wenn einer Rendite von zehn Prozent eine Inflation von elf Prozent gegenübersteht, bringt das Ganze außer großen Zahlen recht wenig, denn tatsächlich verliere ich in diesem Fall Geld.

Es geht also nicht um eine Prozentzahl, sondern um das Verhältnis zwischen Rendite und Inflation: So lange die Rendite höher ist als die Inflation, wächst mein Vermögen, umgekehrt schrumpft es.

Die Inflation liegt für 2016 bei 0,34 Prozent, der Garantiezinssatz von 0,9 ist da deutlich höher. Dies entspricht einem Faktor von 2,65 und ist damit sowas von “Wow”, dass es einem den Atem verschlägt.

Zum Vergleich: In der guten alten Zeit 1990 bis 1993 lagen die Garantiezinssätze noch bei traumhaften vier Prozent – die Inflationsrate aber zwischen 4,5 und fünf Prozent.

Das heißt, als jeder Vermittler das hohe Lied auf die Lebensversicherung als Altersvorsorge sang, verlor der Kunde real Geld.

Seite zwei: LV finanzmathematisch attraktiver denn je

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7 Kommentare

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    Kommentar von gonzalo bertina — 30. August 2017 @ 17:41

  2. Nochmals Hallo,

    Unterstellungen? Nein ! Meine Worte werden durch Fakten belegt. Experten können mir folgen. Sie etwa nicht? Weshalb verkennen Sie die Realität? Einfache Mathematik und Vertragsverständnis zeigen die Lösung auf. Sie betrachten die Medaille sehr einseitig. Ich habe bewusst darauf verzichtet, Produkte zu benennen. Nicht ein Produkt ist entscheidend, sondern die persönliche Situation des Kunden und seine Ziele. Je nach Ausgangsituation, finden unterschiedliche Produkte Anwendung. Sie sollten sich von dem Produktverkauf lösen und mehr auf die Individualität Ihrer Kunden eingehen.

    Sie können sich natürlich auch weiterhin taub und blind stellen und damit versuchen Ihr Gewissen zu beruhigen. Hauptsache der Umsatz rollt!

    Um Ihre Neugierde teilweise zu befriedigen, möchte ich Ihnen eine kleine Produktkombination nennen, mit der Sie jede LV schlagen können.

    Kunden die sicherheitsorientiert sind und mit dem Sparen beginnen möchten, können z.B. monatlich einen Betrag auf in ein Sparkonto (Zins: etwa 0,5%) einzahlen. Nach kurzer Zeit, kann das bereits angesparte Vermögen in Festgeld (Zins 1-2%) investiert werden. Viel mehr benötigt man eigentlich nicht um eine LV zu schlagen. Berücksichtigt man dabei die durchschnittlichen Einzahlungsbeträge der Sparen und Freibeträge, kann man auch getrost den irgendwann anfallenden Steuern entspannt entgegenschauen. Bevor sind als nächstes etwas über das Langlebigkeitsrisiko schreiben möchten, greife ich vorab ein. Dieses Thema ist nicht Debatte, da es von den Kunden nicht angekommen wird. Die Menschen wollen bei Ablauf über das Kapital verfügen. Zumindest zeigt das die Erfahrung. In der Vergangenheit wurden laut Statistik über 90% der Verträge ausbezahlt und auf eine Leibrente verzichtet.
    Ach, bevor ich es vergesse. Provisionen gibt es natürlich nicht für mein Modell.

    Alles Gute

    Kommentar von Mr. Schockiert — 25. November 2016 @ 14:20

  3. Lieber Mr. Schockiert,

    eine Menge Unterstellungen für jemanden der anonym schreibt, doch eine Alternative haben Sie nicht benennen wollen. Was mag der Grund sein?

    Es steht Ihnen zu jede erdenkliche Meinung zur Lebensversicherung einzunehmen. Es obliegt Ihnen auch, Ihre Meinung als unumstößlich anzusehen. Andererseits ist die Bereitschaft zu sachlicher Analyse und das Hinterfragen der eigenen Position immer ein Gewinn.

    Für den letzteren Fall bietet Ihnen mein Beitrag eine gute Möglichkeit. Für den ersten Fall wünsche ich Ihnen gleichwohl viel Erfolg im Leben.

    Gut gelaunte Grüße
    Oliver Pradetto

    Kommentar von Oliver Pradetto — 25. November 2016 @ 13:14

  4. Hallo Herr Pradetto,

    danke fürs Feedback.

    Sie verkennen an sehr vielen Stellen die echte Situation.
    Nur weil Sie glauben, es gäbe keine Alternativen, heißt dies noch lange nicht, das es keine Optionen gibt.
    Es gab sie schon immer!

    Wenn überhaupt, muss man sich die Frage stellen,

    ..“Für wen gibt es keine Alternativen?“.

    Es trifft doch vielmehr zu, dass es für den Vertrieb keine echten Optionen gibt.

    Viele Vermittler sind abhängig von dem LV-Geschäft, um überleben zu können oder werden aufgrund eines Geschäftplan`s dazu verdonnert diese Produkte zu platzieren. Daraus ergibt sich eine erhebliche Gefahr für viele Kunden!
    Sie selbst, haben eine sehr interessante Aussage getroffen.

    Sie schreiben: ..“ Wenn ich aber nichts besseres habe, warum rede ich schlecht was bleibt? “

    Zugegeben, diese Aussage ist nicht neu.
    Sie hat sich als standard Ausrede bei Vertrieblern etabliert, um vermutlich das eigene Gewissen zu beruhigen.

    Ist es Ihrer persönlichen Meinung nach wirklich richtig, etwas schlechtes schön zu reden und weiterzuführen, nur weil es (angeblich) nicht besseres gibt? Diese Meinung halte ich für sehr zweifelhaft. Für mich bleibt „schlecht, schlecht“.

    Neben der ausbleibenden Realrendite, haben diese Produkte noch ein ganz anderes Problem. Nämlich die Inflexibilität. Versicherer reagieren nicht auf die Bedürfnisse ihrer Kunden. Sobald Kunden während der Vertragslaufzeit Änderungen vornehmen möchten, werden sie sehr stark zu Kasse gebeten. Ich möchte Ihnen nur zwei Beispiele nennen.

    A) Der Kunde möchte während der Vertragslaufzeit auf Teile seines Sparguthabens zurückgreifen -> Folge -> Der Vertrag wird beliehen und der Kunde muss einen erheblichen Zins für sein EIGENES Geld an den Versicherer Zahlen!

    B) Der Kunde benötigt sein gesamtes Kapital und kündigt den Vertrag vorzeitig auf (laut statistischen Werten kündigen 75% der Menschen vorzeitig ihre LV-Verträge) -> Folge -> Die Kunden bekommen nur einen Bruchteil der eingezahlten Beiträge zurückerstattet und müssen erhebliche Einbußen hinnehmen.

    Man könnte noch unzählige weitere Negativmerkmale zur Lebens.- & Rentenversicherung aufführen, doch dazu würde hier der Platz nicht ausreichen.

    Bitte überdenken Sie Ihre persönliche Einstellung zu diesen Produkten. Sie fügen Ihren Kunden langfristig einen Schaden zu. Lösen Sie sich bitte von dem Gedanken, Altersvorsorge = Lebensversicherung! Eine Lebens.- oder Rentenversicherung war schon immer der schlechteste Weg fürs das Alter vorzusorgen. Heutzutage ist es als Berater zwingend notwendig, konzeptionell auf die Situation des Kunden einzugehen.

    Kollegiale Grüße,
    Mr. Schockiert

    Kommentar von Mr. Schockiert — 25. November 2016 @ 11:16

  5. Lieber “Mr. Schockiert”,

    ich weise sehr deutlich darauf hin, dass die Kosten die Rechnung verändern und das vermeintliche Fazit in Frage stellen.
    Es geht lediglich darum pauschale Aburteilungen zu hinterfragen.
    Es ist in Zeiten niedriger Zinsen leicht konservative Produkte zu verdammen. Schwer ist es adäquate Alternativen zu benennen.
    Wer die Lebensversicherung verdammtmuss eingestehen, ädass es keine vergleichbar sichere Alternative mit besseren Aussichten gibt (oder eben offenbaren das er um potentieller Renditen wegen Sicherheit behauptet, wo diese nicht ist).
    Wenn ich aber nichts besseres habe, warum rede ich schlecht was bleibt? Könnten hier andere Interessen als die des Kunden ausschlaggebend sein?

    Nachdenkliche Grüße
    Oliver Pradetto

    Kommentar von Oliver Pradetto — 25. November 2016 @ 07:52

  6. Rendite und Lebensversicherung ?

    Sie treiben mir mit Ihrem Beitrag schmunzeln aber auch Tränen ins Gesicht! Weshalb verbreiten Sie als Pool, solche Halbwahrheiten?
    Sie stellen die gleiche Milchmädchenrechnung auf die Beine, wie es auch gerne von Versicherungsunternehmen getan wird. Damit können Sie vielleicht einen Laien blenden, doch niemals Experten!
    Ihre Berechnung umfasst an keiner Stelle die Vertragskosten! Ob Biometrie.- , Stück.- , Verwaltung.- oder Abschlusskosten (Aufzählung nicht Abschließen!). Sie berücksichtigen nichts in Ihrer Berechnung und das obwohl diese Positionen, erheblichen Einfluss auf die Realrendite nehmen.
    Damit ein Kunde nach Abzug der Durchschnittsinflation eine netto Realrendite von etwa 1% einbuchen kann, muss der Vertrag nach Abzug der Durchschnittskosten eine Brutto-Rendite von circa 5% erwirtschaften.
    Jeder der 2016 noch der Meinung ist, eine Lebensversicherung könnte zur Kapitalanlage verwendet werden, stamm wohl aus Utopia.

    Es gibt Zeit, dass Kunden endlich die Wahrheit über diese Geldvernichtungsprodukte erfahren.

    Finger weg von Lebens.- und Rentenversicherungen !!!

    Kommentar von Mr. Schockiert — 24. November 2016 @ 14:30

  7. Noch unattraktiver kann eine KLV nicht werden, da werden die 0,9 auch nicht mehr schlimmer

    Kommentar von Jan Lanc — 23. November 2016 @ 11:18

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