7. Dezember 2016, 12:17
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Garantiezinssenkung: Gebt der Lebensversicherung ihren Sinn zurück

Der eigentliche Daseinszweck der Lebensversicherung war immer gleich: Die Sicherstellung lebenslanger Einkünfte auch nach Ende der Berufstätigkeit und damit die Sicherung eines Lebensstandards, der mit staatlichen und betrieblichen Altersleistungen nicht zu halten wäre. Spätestens mit Einführung des Alterseinkünftegesetzes 2005 ist der Markt dazu übergegangen, das spezifische Produkt der Rentenversicherung für diesen Zweck zu vermitteln.

Bis heute gibt es kein anderes Produkt, das in der Lage ist, eine lebenslange Leistung zu garantieren. Diese lebenslange Liquiditätszusage bildet den wesentlichen Wert dieser Produktgattung. Dabei ist die Flexibilität innerhalb der Vertragsausgestaltung inzwischen so groß, dass die Möglichkeit besteht, die Chancen des allgemeinen Kapitalmarktes ebenfalls zu nutzen.

Vertrieb von Lebensversicherungen vom Kopf auf die Füße stellen

Erst wenn die Branche der Allgemeinheit wieder glaubhaft vermitteln kann, worum es bei der Lebens-/Rentenversicherung eigentlich geht, wird diese Produktklasse die ihr angemessene Wertschätzung erfahren.

Und erst wenn dieser grundsätzliche Sinn klar vermittelt wurde, sollten Vermittler ihren Kunden die konkrete Bedeutung von Zinssenkungen um einzelne Prozentpunkte vorrechnen. Denn auch wenn die Gattung der Lebens- und Rentenversicherung wieder auf den Füßen steht, haben Garantiezinsbewegungen bedeutsame Auswirkungen. Und können damit Anlass zum Vertragsabschluss geben.

Franz-Josef Rosemeyer ist Vorstand der A.S.I. Wirtschaftsberatung AG.

Foto: Stephanie Eckgold

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1 Kommentar

  1. Intransparente Produkte, die auf §314 VAG zurückgreifen können, bedeuten für den Kunden u.U. sogar Totalverlust und für den Vermittler Haftungsprobleme und Kundenverlust. Wer will denn so ein Produkt, wenn man seriös berät und auf diesen Paragrafen hinweist?

    Kommentar von H. Braun — 8. Dezember 2016 @ 10:44

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