Indexpolicen: Gefragte Einsteigerprodukte in den Aktienmarkt

Cap oder Partizipationsquote? Geschenke sind bei Versicherungsprodukten bekanntlich selten, Leistungen müssen finanziert und Erträge erwirtschaftet werden. Demnach fällt dem aufmerksamen Leser auf, dass eine Partizipation an positiven Indexverläufen einerseits, eine Verschonung von negativen Entwicklungen andererseits ein gewisses Ungleichgewicht darstellt. Die Lösung sind Caps oder Partizipationsquoten (auch Beteiligungsquoten genannt), die dafür sorgen, dass ein Teil der positiven Wertentwicklung nicht zur Erhöhung des Vertragsguthabens genutzt wird, sondern für die Finanzierung von negativen Verläufen als Puffer fungiert.

Auch ein Laie kann die prozentuale Wertentwicklung nachrechnen

Die Funktionsweisen von Caps und Partizipationsraten sind anhand von Tabellen relativ leicht erklärt, und mithilfe von Vergangenheitsdaten kann auch ein Laie die prozentuale Wertentwicklung nachrechnen, die sein Vertrag die letzten Jahre gehabt hätte. Mehr als die Hälfte der Produkte kalkulieren mit einem monatlichen Cap, jeweils knapp ein Viertel mit einer monatlichen oder jährlichen Partizipationsquote. Ein Tarif kombiniert beide Welten. Welche der drei Varianten besser ist, fällt in die Kategorie „Vorhersage“ und lässt sich erst rückblickend feststellen. Grundsätzlich kann man sagen, dass bei einem gleichmäßigeren Verlauf mit geringen Ausschlägen nach oben und unten Tarife mit Cap eine gute Wahl sind. Bei größeren Unterschieden innerhalb eines Indexjahres bringen Partizipationsquoten höhere Renditen.

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Die beispielhaften Indexverläufe zeigen das Renditepotenzial dieser Produkte. Läuft der Index gut, kann man mit einer deutlich höheren Rendite als bei der direkten Zuweisung der konventionellen Überschussbeteiligung rechnen. Ausgehend von dem jeweiligen Indexstichtag eines Vertrags wird immer ein Jahr betrachtet: Der Gewinn aus einem positiven Verlauf wird dem Vertragsguthaben unwiderruflich gutgeschrieben und kann nicht mehr verloren gehen.

Kehrseite zeigt sich bei überwiegend schlechten Indexverläufen

Die Kehrseite der Medaille zeigt sich allerdings bei überwiegend schlechten Indexverläufen. Ist die errechnete Rendite nach Partizipationsquote oder Cap negativ, erhöht sich das Vertragsguthaben nicht und die eingesetzte Überschussbeteiligung ist „verbraucht“. Fürchtet man nun vermehrt sinkende Indexkurse, bieten alle Tarife eine Wahlmöglichkeit zur Verwendung der Überschussbeteiligung an. Hat der Vertrag mindestens ein Jahr bestanden, kann der Kunde jedes Jahr wählen, ob er die Überschüsse direkt zugeteilt bekommen oder für die Indexbeteiligung einsetzen möchte. Wählt der Kunde die konventionelle Überschussbeteiligung, ist ihm eine geringe Zuteilung zur Guthabenerhöhung sicher, setzt er die Überschüsse für den Index ein, hat er eine Chance auf eine deutlich höhere Wertsteigerung seines Vertragsguthabens.

Seite drei: Hohe Abhängigkeit von Überschussbeteiligung

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