Anzeige
Anzeige
17. März 2016, 08:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Zusammenarbeit mit Maklerpools äußerst interessant für uns”

Hartmut Teicke, Geschäftsführer von FinanceFox Deutschland, spricht über die harsche Kritik am Geschäftsmodell der Fin- und Insurtechs, den “Zankapfel” Maklervollmacht und seine Pläne für den deutschen Markt.

Insuretechs

Leiten die Geschicke von FinanceFox (von links): Michael John, CEO FinanceFox Schweiz; Julian Teicke, Gründer und Group CEO FinanceFox und Hartmut Teicke, CEO FinanceFox Deutschland.

Cash.: Die Fintechs sind einem rauen Gegenwind ausgesetzt: Traditionelle Vertriebe werfen den Unternehmen Beratungsfehler, Verletzung der Dokumentationspflichten bis hin zu arglistiger Täuschung vor. Hätten Sie mit dieser Schärfe in der Auseinandersetzung gerechnet?

Teicke: Während meiner über 30-jährigen Tätigkeit in der Versicherungsbranche habe ich zum Teil sehr emotional und hitzig geführte Diskussionen erlebt. Jede einschneidende Neuerung, wie jetzt die Digitalisierung der Branche, erzeugt Redebedarf. Aktuell resultiert dieser daraus, dass die Idee der Fin- beziehungsweise Insurtechs einen realen wunden Punkt auf Vertriebsseite trifft. 90 Prozent unserer Online-Kunden können keinen persönlichen Berater ihres Vertrauens benennen – trotz zumeist mehrerer verschiedener Policen. Makler wiederum haben nur mit zehn bis 15 Prozent ihrer Kunden regelmäßigen Kontakt. Die klaffende Lücke hinterlässt ein ungutes Gefühl. Die sich abzeichnende Veränderung bietet Maklern bei ruhiger Betrachtung jedoch existenzsichernde Chancen: FinanceFox stellt für Endkunden und Makler das technologische Handwerkszeug und die Service-Leistungen bereit, die Beratungsprozesse modernisieren.

Vor allem beim Thema Maklervollmacht gehen die Fintech-Kritiker auf die Barrikaden: So beklagen viele Makler, dass sie selbst viel Überzeugungsarbeit leisten müssten, um an eine Vollmacht zu kommen, während hingegen die Fintechs die Tragweite dieser Entscheidung in ihren AGBs herunterspielten. Wie gehen Sie mit der Kritik am Umgang mit der Maklervollmacht um?

Grundsätzlich erscheinen mir Verallgemeinerungen an dieser Stelle nicht zielführend. Gerade FinanceFox verbindet die New Economy mit der Old Economy. Es ist unser ausdrückliches Ziel, nicht nur moderne Technologie für Kunden, sondern auch für Makler bereit zu stellen, damit sie ihre Kunden mit verbessertem Service stärker an sich binden können. Wir arbeiten an einer Win-Win-Situation, die Kunden, Makler, Versicherungsgesellschaften und FinanceFox einschließt. Transparenz ist hierbei entscheidend. Daher erklärt FinanceFox auf seiner Webseite und in der App, was eine Maklervollmacht ist und was sie für den Kunden bedeutet. Zum anderen möchte ich bezweifeln, dass das Prinzip der Maklervollmacht in der ‘analogen’ Versicherungswelt überproportional Aufmerksamkeit erfährt.

Seite zwei: “Einheitliches Kundenerlebnis und Transparenz

Weiter lesen: 1 2

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Börsen-Ausblick 2018 – Altersvorsorge – Immobilienmarkt Deutschland – Finanzvertrieb-Trends

Ab dem 14. Dezember im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Ergo kappt Verzinsung 2018 nur teilweise

Die Lebensversicherungskunden der Ergo müssen sich 2018 nur teilweise auf sinkende Überschüsse einstellen. Die laufende Verzinsung bleibt bei den Töchtern Victoria Leben mit 2,05 Prozent und bei Ergo Direkt mit 2,75 Prozent stabil. Für die Kunden der Ergo Leben sinkt sie hingegen um 0,2 Prozentpunkte auf 2,05 Prozent.

mehr ...

Immobilien

Zinspolitik: So wirken sich die Entscheidungen von Fed und EZB aus

Am Mittwoch beschloss die amerikanische Notenbank Federal Reserve eine weitere Erhöhung des Leitzinses um 0,25 Prozent. Die Europäische Zentralbank entschied am Donnerstag, den Leitzins in der Eurozone nicht anzuheben. Der Finanzdienstleister Dr. Klein kommentiert, wie sich diese Entscheidungen auswirken.

mehr ...

Investmentfonds

“EZB stimmt Investoren auf ruhiges Jahresende ein”

Will man die Sitzungen der US-amerikanischen- (Fed) und der Europäischen Zentralbank (EZB) diese Woche zusammenfassen, reicht ein Wort: “un­spek­ta­ku­lär”. Das trifft auch auf die Ergebnisse zu, die die Märkte so bereits erwartet haben. Cash. hat Reaktionen auf die Entscheidung der EZB zusammengefasst:

mehr ...

Berater

Finanzen 2018: Deutsche wieder optimistischer

Die Bundesbürger sind mit Blick auf ihre eigenen finanzielle Situation in den nächsten zwölf Monaten optimistischer als im vorigen Jahr. Das geht aus einer Studie im Auftrag der Postbank hervor. Die Zuversicht ist demnach jedoch nicht in allen Teilen der Gesellschaft gleich stark ausgeprägt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance zapft US-Autofahrer an

Der Asset Manager Deutsche Finance Group aus München investiert über einen institutionellen Zielfonds in den Aufbau eines Tankstellenportfolios in den USA.

mehr ...

Recht

Versicherungsanlageprodukte: Vermittlung nach Umsetzung der IDD

Die Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtline IDD in deutsches Recht bringt auch neue Anforderungen an die Vermittlung von Versicherungsanlageprodukten mit sich. Konkrete Informationspflichten und Wohlverhaltensregeln ergeben sich aus der “Delegierten Verordnung” der EU.

mehr ...