Nürnberger hadert mit Null-Zins-Politik

Die Null-Zinspolitik und jüngste Gesetzesreformen erweisen sich für die Nürnberger Versicherungsgruppe zunehmend als Wachstumshürde. Vor allem das Geschäft mit Lebensversicherungen laufe nicht mehr so rund wie in den vorangegangenen Jahren, räumte Vorstandschef Dr. Armin Zitzmann in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur ein.

Insgesamt bewertete Nürnberger-Chef Armin Zitzmann die Geschäftsentwicklung aber als „zufriedenstellend“, auch wenn die Lage am Kapitalmarkt den Versicherern das Leben schwer mache.

Auch das Neugeschäft der Schadensversicherungen sei unter dem Volumen des Jahres 2014 geblieben, sagte Zitzmann in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Zitzmann: niedrige Verzinsung erschwert Verkauf von Lebensversicherungen

Der Grund: Die Nürnberger hatte früher als andere Versicherungen die gesetzlichen Vorgaben für die Versicherungsprovision geändert.

Die Versicherungsvertreter hatten daraufhin lieber Versicherungen anderer Unternehmen verkauft, berichtete ein Konzern-Sprecher.

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Den Verkauf von Lebensversicherungen habe die niedrige Verzinsung erschwert, berichtete Zitzmann. So schrumpften die Beitragseinnahmen in der Sparte im Vorjahr um 2,8 Prozent auf 2,48 Milliarden Euro.

„Geschäftsentwicklung insgesamt zufriedenstellend“

Insgesamt bewertete Zitzmann die Geschäftsentwicklung aber als „zufriedenstellend“, auch wenn die Lage am Kapitalmarkt den Versicherern das Leben schwer mache. Der Umsatz der Gruppe war 2015 um 2,2 Prozent auf 4,85 Milliarden Euro gesunken. Der Konzerngewinn lag mit 72 Millionen Euro auf dem vergleichbaren 2013er Niveau. 2014 hatten einmalige Effekte den Gewinn stark steigen lassen.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Nürnberger

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