22. August 2016, 16:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bertelsmann-Studie sieht Rückschritte in der Rentenpolitik

Eine neue Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung kritisiert die Rentenreform der Großen Koalition von 2014. Durch sie habe sich die Zukunftsfestigkeit des Rentensystems verringert, so der “Sustainable Governance Indicator”-Index (SGI-Index), der jährlich die Regierungsführung von insgesamt 41 Staaten untersucht.

Bertelsmann-Studie sieht Rückschritte in der Rentenpolitik

Beim Indikator Rentenpolitik hat sich Deutschland laut der Studie SGI-Index innerhalb von zwei Jahren um zehn Plätze verschlechtert.

In der internationalen Studie der Bertelsmann Stiftung werden jedes Jahr anhand von 136 Indikatoren Regierungshandeln und Reformen aller OECD- und EU-Staaten analysiert und bewertet. Im aktuellen SGI-Index liegt Deutschland auf Rang sechs.

Während die Bundesrepublik der Analyse zufolge bei den Indikatoren Arbeitsmarkt und Umweltpolitik punkten konnte, stellen die Studienautoren der Rentenpolitik ein schlechtes Zeugnis aus. Im Vergleich zu 2014 ist Deutschland bei diesem Indikator demnach um zehn Plätze auf Rang 30 abgestiegen.

Generationengerechtigkeit und Zukunftsfestigkeit verringert

Grund für die schlechte Entwicklung sei die Rentenreformen der Großen Koalition: Sie habe Generationengerechtigkeit und Zukunftsfestigkeit des Rentensystems gleichermaßen reduziert. Die Rente mit 63 ist nach Ansicht der Studienautoren ein schlechtes Signal und weicht die Strukturreformen der letzten Jahre auf.

“Bei niedrigen Geburtenraten und gleichzeitig steigender Lebenserwartung wird es unvermeidlich, dass wir länger in die Rentenkassen einzahlen müssen, damit das Rentenniveau nicht zu stark absinkt”, kommentiert Daniel Schraad-Tischler, Arbeitsmarktexperte der Bertelsmann-Stiftung. Die Rentenreformen der Großen Koalition sei jedoch Klientelpolitik zu Lasten der jüngeren Generationen. (jb)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Die Frau Nahles macht nur Klientel-Politik für die aktuellen Rentner auf Kosten der jüngeren

    Kommentar von Jan Lanc — 27. August 2016 @ 11:19

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Coronakrise: Welche Versicherungsverträge besonders gefährdet sind

Fast jeder vierte Bundesbürger hat derzeit weniger Geld zur Verfügung als vor der Corona-Pandemie. Zugleich zeigen sich viele Verbraucher sparaktiver als vor der Krise – allen voran jüngere Menschen. Das hat Folgen, auch für Versicherungsverträge. Welche Policen besonders gefährdet sind.

mehr ...

Immobilien

Wird der Immobilienkauf durch Corona schwieriger?

Höhere Preise, knappes Angebot – und jetzt auch noch Corona: Gut jeder zweite Bundesbürger (52 Prozent) vertritt die Meinung, dass der Erwerb von Wohneigentum in den vergangenen zehn Jahren schwieriger geworden ist. Drei Viertel glauben, dass es durch die Corona-Krise sogar noch schwerer werden wird, den Traum vom eigenen Zuhause zu verwirklichen. Insgesamt machen sich zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) aktuell Sorgen über die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Interhyp mit Statista unter 1.000 Bundesbürgern.

mehr ...

Investmentfonds

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...

Berater

Trägt ein Erbe alle finanziellen Risiken?

Kann der Erbe einen Pflichtteilsanspruch wegen einer strittigen Forderung noch nicht abschließend beziffern, muss er den Pflichtteilsanspruch trotzdem ausgleichen. Das Risiko, einen überzahlten Betrag nicht mehr zurückfordern zu können, trägt der Erbe, entschied das OLG Koblenz in seinem Beschluss vom 14.8.2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

US Treuhand bringt neuen US-Publikumsfonds

Die US Treuhand legt mit dem „UST XXV“ einen neuen Fonds für private Investoren auf. Über den Alternativen Investmentfonds (AIF) können sich deutsche Anleger ab einer Anlagesumme von 20.000 US-Dollar an Immobilien in Metropolregionen überwiegend im Südosten der USA beteiligen.

mehr ...

Recht

Weiterbildungspflicht – ohne Ausreden!

Das Verwaltungsgericht Ansbach hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob der Gesellschafter-Geschäftsführer einer Maklerin in Franken absolvierte Weiterbildungszeiten nachweisen muss. Dieser hatte versucht, sich u.a. wegen eines abgeschlossenen zweiten juristischen Staatsexamens dagegen zu wehren. Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen. Ein Beitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...