27. Mai 2016, 16:46
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Riester kann der richtige Schachzug sein

Indexrente

Hierbei handelt es sich um ein Produkt mit klassischem Kern. Zusätzlich kann der Sparer in regelmäßigen Abständen wählen, ob die Überschüsse festverzinslich investiert werden sollen oder ob er an der Entwicklung eines Aktienindexes partizipieren möchte. Hinsichtlich der Wertentwicklung ist der Index mit einem CAP (Capital Asset Pricing) ausgestattet.

Der Sparer wird mit seinem Kapital nur bis zu einer im Vorfeld festgelegten Höhe an der positiven Wertentwicklung des Indexes beteiligt. Eine negative Wertentwicklung wird nicht weitergeben; der Sparer kann innerhalb der Indexpartizipation keine Verluste machen.

I-CPPI

I-CPPI steht für “Individualisierte Constant Proportion Portfolio Insurance”. Die Besonderheit ist, dass das investierte Kapital zum vereinbarten Ende der Ansparphase abgesichert ist. Das Modell beruht auf einem Verfahren für die Steuerung von Wertsicherungs- und Garantiefonds.

Es steuert die Garantieabsicherung in Bezug auf die Laufzeit des Vertrages. Das Guthaben wird hierbei dynamisch auf die freie und festverzinsliche Anlage aufgeteilt. Das Verfahren stellt sicher, dass der Wert des Guthabens niemals unter den Barwert der Garantie fällt, so dass man die Garantie jederzeit auch durch eine Umschichtung in eine festverzinsliche Anlage erzielen könnte.

Dynamisches 3-Topf-Hybrid

In einem dynamischen 3-Topf-Hybriden wird das Guthaben monatlich aufgeteilt. Dafür stehen die drei “Töpfe” Deckungsstock, Wertsicherungsfonds und freie Anlagen zur Verfügung. Der Wertsicherungsfonds garantiert über einen bestimmten Zeitraum einen maximalen Wertverlust (in der Regel 20 Prozent) für das investierte Guthaben. Das Guthaben im Wertsicherungsfonds ist im besten Fall so hoch, dass selbst bei einem Wertverlust von 20 Prozent die Garantie noch gedeckt wäre.

Das nicht für die Garantiedarstellung benötigte Guthaben kann in die freie Anlage investiert werden. Ein besseres oder schlechteres Garantiemodell gibt es nicht. Jedes hat ein anderes Chance-Risiko-Profil. Die große Kunst liegt darin, dieses Profil mit der individuellen Risikoneigung des Sparers abzugleichen.

Altersvorsorge ist individuell

Was für Garantiemodelle gilt, gilt erst recht auch für Riester. Eine Riester-Versicherung ist nicht die ultimative Altersvorsorge. Sie aber allgemein zu beurteilen oder gar zu verurteilen, ist grundsätzlich nicht zielführend. Vor allem nicht, wenn es um etwas so Individuelles wie die Altersvorsorge geht. Das eine, optimale Produkt gibt es nicht.

Auf der Suche nach der richtigen Absicherung müssen eine Menge Faktoren berücksichtigt werden. Am Ende sollte ein Mix von geeigneten Produkten stehen. Hier kann ein Riester- Vertrag mit seiner lebenslang garantierten Rente ein wichtiger Baustein sein.

Autor Christoph Dittrich ist Geschäftsführer der Softfair Analyse GmbH. Mitarbeit: Daniel Fahje, Fachbereich Leben der Softfair.

Foto: Softfair

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