Anzeige
28. Januar 2016, 12:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Assekurata-Studie: Lebens- und Rentenversicherungen werfen erneut weniger ab

Die anhaltenden Niedrigzinsen kosten die deutschen Lebens- und Rentenversicherungskunden zunehmend Rendite.

Studie: Lebens- und Rentenversicherungen werfen erneut weniger ab

Assekurata-Chef Reiner Will: “Wir rechnen mit weiter rückläufigen Überschussbeteiligungen.”

In der privaten Rentenversicherung sinkt die laufende Verzinsung aus Garantiezins und Überschussbeteiligung in diesem Jahr von durchschnittlich 3,16 auf 2,86 Prozent, wie aus einer am Donnerstag vorgestellten Studie der Ratingagentur Assekurata hervorgeht. Besserung ist nicht in Sicht: “Wir rechnen mit weiter rückläufigen Überschussbeteiligungen”, sagte Assekurata-Chef Reiner Will.

Manche Kunden profitieren von Zinsgarantien von bis zu 4 Prozent

Die Kürzungen treffen besonders Verträge, die in den vergangenen zwölf Jahren abgeschlossen wurden. Kunden mit älteren Verträgen bekommen vielfach eine höhere Rendite, da sie noch von Zinsgarantien von bis zu 4 Prozent profitieren. Mehr als die Hälfte der Kunden können daher noch mit mehr als 3 Prozent laufender Verzinsung rechnen. Für seit Anfang 2015 abgeschlossene Verträge gilt nur noch ein Garantiezins von 1,25 Prozent.

Zinszusatzreserve wächst und wächst

Dabei bezieht sich die laufende Verzinsung aus Garantiezins und Überschüssen nur auf den Sparanteil der Beiträge – nach Abzug von Abschluss- und Verwaltungskosten. “Wer heute eine private Rentenversicherung mit 1,25 Prozent Garantiezins abschließt, hat aus heutiger Sicht nach 25 Jahren eine garantierte Beitragsrendite von 0,42 Prozent”, sagt Assekurata-Analyst Lars Heermann.

Um derweil die hohen Zinsgarantien für Altkunden abzusichern, stecken die Versicherer Milliarden in die sogenannte Zinszusatzreserve. Nach Berechnungen der Assekurata mussten sie seit 2011 mehr als 30 Milliarden Euro in diesen Puffer schieben, davon allein 10 Milliarden im vergangenen Jahr. 2016 dürften weitere 12 Milliarden Euro fällig werden, schätzt Will. Getragen werde dies faktisch von denjenigen Kunden, deren Verträge geringere Zinsgarantien vorsähen.

Seite zwei: Warum neuartige Verträge etwas weniger abwerfen als klassische Policen

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Studie: Digitale Medien stressen junge Bundesbürger

Obwohl in die Welt des Internets hineingeboren, empfinden jüngere Bundesbürger digitalen Stress: 36 Prozent der 14- bis 34-Jährigen fühlen sich durch digitale Medien unter Druck gesetzt. Interessanterweise sind Männer mit 38 Prozent sogar etwas stärker betroffen als Frauen (34 Prozent).

mehr ...

Immobilien

Immobilienverband: Mieten in kleineren Städten ziehen kräftig an

Nach Einschätzung des Immobilienverbands IVD ziehen auch die Mieten in kleineren Städten deutlich an. Dort kostet Wohnen zwar noch deutlich weniger – jedoch steigen die Mieten auch dort aktuell rasant an.

mehr ...

Investmentfonds

Warum es sich lohnt in Landwirtschaftsflächen zu investieren

Die Inflationsraten ziehen wieder an, doch die Renditen auf Anleihen sind weiterhin niedrig, während die Aktienmärkte Anleger erneut daran erinnerten, dass es auch nach unten gehen kann. Nicht nur in diesen Zeiten sind Agrarinvestments eine Alternative. Gastbeitrag von Dr. Dirk Rüttgers und Annika Wacker, Do Investment AG

mehr ...

Berater

Bankenverband: Stresstest hat Stärken und Schwächen

Der Bankenverband BdB dämpft die Erwartungen an den diesjährigen Banken-Krisentest der europäischen Aufseher. So seien Stresstests keine Wunderwaffe, wie der BdB am Montag in Frankfurt erklärte.

mehr ...

Sachwertanlagen

Kein Prospekt: BaFin untersagt Holz-Investment

Die Finanzaufsicht BaFin hat das öffentliche Angebot der Vermögensanlage mit der Bezeichnung „Teakinvestment“ über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Teakbäumen in Costa Rica und Ecuador in Deutschland untersagt.

mehr ...

Recht

Einmal Teilzeit und zurück? So funktioniert die Brückenteilzeit

Der Bundestag hat das neue Gesetz zum Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit verabschiedet. Arbeitnehmer in Unternehmen ab 45 Angestellten können ab 2019 die so genannte Brückenteilzeit wählen. Arbeitsrechtsexperten der Arag haben das Gesetz unter die Lupe genommen.

mehr ...