Unwetter drücken auf Generali-Gewinn

Die schweren Überschwemmungen in Europa und der Abschwung an den Börsen haben bei dem italienischen Versicherer Generali im zweiten Quartal auf den Gewinn gedrückt.

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Unter dem Strich stand ein Überschuss von 590 Millionen Euro und damit knapp sechs Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Allianz-Rivale am Freitag in Triest mitteilte. Die Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen im Mai und Juni in Deutschland, Frankreich und Tschechien hätten auch auf das erste Halbjahr gesehen die größten Schadensfälle bei Generali ausgelöst, hieß es.

Lebensversicherungssparte mit leichter Steigerung

Während das Schaden- und Unfallgeschäft infolge der Katastrophen im zweiten Quartal Federn lassen musste, konnte die Lebensversicherungssparte ihr operatives Quartalsergebnis trotz der Niedrigzinsen im Jahresvergleich leicht steigern. Auf das erste Halbjahr gesehen, warfen allerdings beide Bereiche weniger ab.

Bei den Prämieneinnahmen musste Generali in den ersten sechs Monaten einen Rückgang um gut zwei Prozent auf 37 Milliarden Euro hinnehmen. Während Preiserhöhungen in der Kfz-Versicherung zu einem Anstieg beitrugen, sanken die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung.

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Die Sparte leidet besonders unter dem allgemeinen Zinstief. Generali verabschiedet sich deshalb wie viele andere Versicherer von der klassischen Lebensversicherung mit Garantiezins und setzt statt dessen auf alternative Verträge mit weniger Garantien, die den Kunden dafür höhere Renditechancen bieten, aber auch höhere Risiken bergen. (dpa-AFX)

Foto: Generali

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