Altersvorsorge: Die Linke fordert Abschaffung der Riester-Förderung

Die Grünen wollen einen Bürgerfonds einführen, die Linke die Riester-Förderung abschaffen. Diese Antworten gaben die Partien auf die Frage des Deutschen Aktieninstituts, ob die Rentenlücke mit mehr Aktien in der staatlich geförderten Altersvorsorge geschlossen werden soll. 

Sparen Altersvorsorge
Die Parteien sind unterschiedlicher Meinung dazu, ob und wie die Rentenlücke mit Aktien geschlossen werden soll.

Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) stellte vor der Bundestagswahl zehn Fragen zu Kapitalmarktthemen und die Förderung der Aktienanlage an die größten Deutschen Parteien. Die erste Frage war, ob sich die Partien für mehr Aktien in der staatlich geförderten Altersvorsorge einsetzen, um so die Rentenlücke in der gesetzlichen Rentenversicherung zu schließen. Das DAI frage auch nach den Plänen der Parteien.

Die Grünen sprechen sich für die Einführung eines Bürgerfonds in öffentlicher Verwaltung nach schwedischem Vorbild aus. Dieser solle sowohl für die betriebliche wie auch die private Vorsorge offen sein.

Rentenlücke mit privater Vorsorge zu stopfen, war „fataler Fehler“

Die Linke schreibt: „Die Entscheidung, die politisch aufgerissene Rentenlücke durch unsichere und für die Versicherten oft nachteilige private Vorsorge zu stopfen, war ein fataler Fehler, den wir korrigieren wollen.“ Instrumente zur Subvention der privaten Vorsorge, wie etwa die Riester-Förderung wolle die Partei auslaufen lassen.

Die SPD hingegen spricht sich für Aktien in der staatlich geförderten Altersvorsorge aus. Die Partei habe „mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz das sogenannte Sozialpartnermodell eingeführt. Bei diesem neuen Modell der betrieblichen Altersvorsorge wird eine Zielrente ohne Garantie vereinbart. Der Verzicht auf die Garantie eröffnet der Versorgungseinrichtung die Möglichkeit, stärker in ertragreichere Anlagen wie Aktien zu investieren.“

FDP will Aufsichtsrecht anpassen

Die CDU/CSU schreibt: „Vor allem in Zeiten niedriger Zinsen können Aktien eine interessante Anlagealternative sein.“ Die Union nehme sich auch vor, die Bedingungen zur Mitarbeiterkapitalbeteiligung attraktiver zu gestalten.

„Wir Freie Demokraten wollen in allen Bereichen der geförderten Altersvorsorge die Möglichkeiten ausweiten, auch in Aktien und anderen Unternehmensbeteiligungen zu investieren“, schreibt die FDP in ihrer Antwort. „Lebensversicherer, Pensionskassen und Versorgungswerke sollen deshalb verstärkt in Aktien, Infrastrukturprojekte und Unternehmensbeteiligungen investieren können – das Aufsichtsrecht ist hierbei anzupassen.“ (kl)

Foto: Shutterstock

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