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6. Februar 2017, 07:14
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Assekuranz: Mit IT-Systemen gegen die Renditeflaute

Zeit- und kostenintensive Regulierungen können ein Hemmnis für die Digitalisierung darstellen – hiervon sind Versicherungs- und insbesondere die Sachwertebranche betroffen. Doch 2015 wuchsen die IT-Ausgaben der Versicherungswirtschaft deutlich stärker als ihr Umsatz.

Assekuranz

Dr. Walter Botermann, Vorstandsvorsitzender des Alte-Leipziger-Hallesche-Konzerns: “Dass es nur wenige kundenbezogene Innovationen gab, hängt auch damit zusammen, dass in den vergangenen Jahren in der Branche Regulierungsprojekte im Vordergrund standen.”

Durch den von Politik, Gesetzgeber und Europäischer Zentralbank aufgebauten Druck setzt sich die Assekuranz jetzt angemessen mit den sich längst bietenden Möglichkeiten der Digitalisierung auseinander.

Dies ist die Meinung von Christoph Dittrich, Geschäftsführer der Softfair GmbH, die seit über 25 Jahren IT-Lösungen für Finanzdienstleister und Versicherungen entwickelt und implementiert.

Regulierungsprojekte als Hemmnis

Dabei gibt es durchaus nachvollziehbare Gründe, weshalb die Versicherer der Digitalisierung noch so weit hinterherhinken.

“Dass es nur wenige kundenbezogene Innovationen gab, hängt auch damit zusammen, dass in den vergangenen Jahren in der Branche zeit- und kostenintensive Regulierungsprojekte im Vordergrund standen”, erläutert Dr. Walter Botermann, Vorstandsvorsitzender des Alte-Leipziger-Hallesche-Konzerns.

Ein Dilemma, das nicht nur die Versicherer jetzt unter Zugzwang setzt. Ganz ähnlich erging es auch der Sachwertebranche, die seit dem Jahr 2013 mit der Umsetzung des Kapitalanlagegesetzbuchs beschäftigt war und nun feststellt, dass sie die Digitalisierung komplett verschlafen hat.

Sachwertebranche hinkt Digitalisierung hinterher

Leider sei die Sachwertebranche in Sachen Digitalisierung “nicht die Erste, sondern eher die Letzte”, bemängelte Eric Romba, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BSI, im November 2015 und verwies darauf, dass man in anderen Segmenten wie Investmentfonds, Versicherungen und Crowdinvestings längst online Produkte zeichnen könne, nur nicht bei Sachwertanlagen.

Der Vergleich zeigt, dass nicht nur den Versicherern durch verschiedene Regulierungsmaßnahmen der Blick auf die Herausforderungen der Digitalisierung versperrt wurde. Er zeigt aber auch, dass es durchaus Branchen gibt, die noch viel mehr Nachholbedarf haben als die Assekuranz.

Seite zwei: IT-Kapitalaufwand ist “alternativlos”

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