Assekuranz: Mit IT-Systemen gegen die Renditeflaute

Denn während bei den Anbietern von Sachwertanlagen das Bewusstsein für den digitalen Wandel erst noch geschaffen werden muss, haben die Versicherer mittlerweile erkannt, dass sie ihre IT-Systemlandschaft modernisieren und neue Anwendungen entwickeln müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Und sie handeln auch nach dieser Erkenntnis.

Hohe Investitionen in IT-Systeme

Im Jahr 2015 jedenfalls haben die deutschen Versicherer die Investitionen in ihre IT-Systeme erneut gesteigert – mit 4,4 Milliarden Euro gaben sie etwa 3,8 Prozent mehr für ihre digitale Infrastruktur aus als ein Jahr zuvor. Das geht aus einer Erhebung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.

Die IT-Ausgaben wuchsen damit deutlich stärker als der Umsatz der Branche, denn die Bruttobeitragseinnahmen legten von 2014 auf 2015 nur um 0,6 Prozent zu. Am stärksten zu Buche schlugen die Aufwendungen für das interne IT-Personal. Darauf entfielen rund 1,3 Milliarden Euro und somit knapp 30 Prozent der Ausgaben.

Zweitgrößter Posten waren die Hard- und Software-Kosten mit 1,2 Milliarden Euro. Für die externe Beratung gaben die Versicherer 595 Millionen Euro aus.

Kapitalaufwand „alternativlos“

Zu diesem Kapitalaufwand gibt es keine Alternative, auch wenn sich das weiter anhaltende Niedrigzinsumfeld negativ auf die Budgets der Versicherer auswirkt. Vernachlässigte oder gar ausbleibende Bemühungen, die eigene Wertschöpfungskette zu digitalisieren, wären aus Sicht von Dittrich letztlich noch schmerzvoller.

„Schließlich hilft jedes Plus an Automatisierung dabei, geringere Renditen an den Kapitalmärkten ausgleichen zu können“, sagt er. (kb)

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der aktuellen Cash.-Ausgabe 2/2017.

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