Anzeige
18. April 2017, 08:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bsirske fordert Milliarden-Ausgaben für Verbesserungen der Rente

Verdi-Chef Frank Bsirske pocht auf zusätzliche Milliardenausgaben für eine Stabilisierung der gesetzlichen Rente in den kommenden Jahren. “Das Rentenniveau zu sichern und dafür zu sorgen, dass Menschen nach jahrzehntelanger Arbeit über die Runden kommen, ist eine erstrangige gesellschaftliche Aufgabe”, sagte Bsirske der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Foto Frank Bsirske in Bsirske fordert Milliarden-Ausgaben für Verbesserungen der Rente

Verdi-Chef Frank Bsirske

Der Gewerkschaftsvorsitzende erwartet nach eigenen Angaben, dass SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz das Thema im Wahlkampf auf die Tagesordnung setzt.

“Hätten wir heute schon das Rentenniveau, das von den politischen Mehrheiten bis 2030 billigend in Kauf genommen wird, dann hätte jemand, der sein Arbeitsleben lang 2.500 Euro verdient hat, nach 40 Beitragsjahren einen Rentenanspruch von 809 Euro”, warnte Bsirske. Über 50 Prozent der Arbeitnehmer kämen aber gar nicht auf 2.500 Euro, viele auch nicht auf 40 Beitragsjahre.

Millionen Menschen könnten laut Bsirske also noch nicht einmal mit 809 Euro rechnen, während die Grundsicherung heute im Schnitt bei 794 Euro liegt. “Immer mehr Rentner sind also auf Grundsicherung angewiesen”, sagte er. “Das delegitimiert das soziale Sicherungssystem Rente grundlegend.”

Nötig sei deshalb eine Stabilisierung des Rentenniveaus, also des Verhältnisses des Durchschnittslohns zur Rente. “Dazu brauchen wir aber ergänzende Maßnahmen, um die gesetzliche Rente armutsfest zu machen.” So sei die Erwerbsminderungs- und -unfähigkeitsrente derzeit das manifesteste Armutsrisiko. Auf Abschläge müsse hier komplett verzichtet werden. “Und wir brauchen eine Mindestrente.”

Finanzierung aus Steuermitteln

Heute würden viele Dinge nicht sachgerecht aus dem Rententopf mit Beitragsmitteln bezahlt, kritisierte der Verdi-Chef. Die Mütterrente werde komplett, die geplante Ost-West-Angleichung der Rente über weite Strecken aus der Rentenkasse finanziert. “Das muss aus Steuermitteln erfolgen”, forderte Bsirske. “Darüber hinaus werden wir über eine Anhebung des Beitragssatzes nicht umhinkommen.”

Dabei solle im Lauf der nächsten Jahre ein Beitragssatz bis zu 25 Prozent akzeptiert werden. “Das erfordert auch zusätzliche Bundeszuschüsse”, so Bsirske. “Das wird Mitte der 40er Jahre zwischen zehn und 20 Milliarden kosten.” Das sollte aus seiner Sicht auch ohne Schwierigkeiten möglich sein. (dpa-AFX)

Foto: Verdi

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 09/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

PKV – Nachhaltige Geldanlage – Wohnen auf Zeit – Hitliste der Maklerpools

Ab dem 16. August im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Neue Bestmarke von Fonds Finanz

Der Münchner Maklerpool Fonds Finanz meldet einen positiven Verlauf für das Geschäftsjahr 2017 mit erneut gestiegenem Umsatz.

mehr ...

Immobilien

ZIA: Pläne für Bestellerprinzip setzen einen falschen Fokus

Medienberichten zufolge prüft Bundesjustizministerin Katarina Barley aktuell, ob sich das Bestellerprinzip auch auf Immobilienverkäufe übertragen lässt und künftig derjenige die Kosten zu tragen habe, der den Makler beauftragt – in der Regel also der Verkäufer. Der ZIA Zentraler Immobilienschuss sieht die Ursache für hohe Kaufnebenkosten an anderer Stelle.

mehr ...

Investmentfonds

Albayrak dankt für deutsche Unterstützung

Katar bietet der Türkei an, 15 Milliarden Dollar in die Türkei zu investieren. Doch die Lage bleibt angespannt. Inzwischen hat Albayrak auch mit Olaf Scholz und Emmanuel Macron telefoniert. Die Festnahmen deutscher Staatsbürger enden dennoch nicht.

mehr ...

Berater

Schiffsfinanzierung: Betrugsprozess in Kiel gestartet

Zwei Männer müssen sich seit Donnerstag vor dem Kieler Landgericht in einem Betrugsverfahren um eine angebliche Schiffsfinanzierung verantworten. Dies berichten die “Kieler Nachrichten”.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity kauft in Schwaben zu

Die Leipziger Publity AG hat eine vollvermietete Büroimmobilie in Sindelfingen bei Stuttgart erworben. Das Multi-Tenant-Objekt wurde im Jahr 1992 erbaut und verfügt über insgesamt knapp 6.500 Quadratmeter Mietfläche.

mehr ...

Recht

Umsatzsteuerkartell aufgeflogen – Betrug im größten Stil

Jahrelang wurde ermittelt. Nun wird ein Riesenerfolg im Kampf gegen Steuerhinterziehung vermeldet. Die Betrüger hatten es auf einen begehrten Rohstoff abgesehen. Der Schaden könnte mehrere 100 Millionen Euro betragen.

mehr ...