25. Januar 2017, 12:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Streitfall um BUZ-Rente: Leistungsdauer über 17 Jahre?

Ein Versicherungsagent hatte in seinen beiden Verträgen zur Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ) Änderungen vorgenommen. Diese wurden von seinem Versicherer so interpretiert, dass er auch die Leistungsdauer kürzen wollte – dann wurde er berufsunfähig und klagte.

BUZ-Rente

Das Oberlandesgericht Celle sprach dem Agenten die BUZ-Rente zu.

In dem Streitfall hatte ein Versicherungsagent mit seinem Versicherer zwei BUZ-Verträge abgeschlossen.

1998 ließ er an beiden Verträgen Änderungen vornehmen und wies bei der Rücksendung der Änderungsanträge auf Folgendes hin: “Bitte beachten Sie, dass die BUZ-Vers.-Dauer und Beitragszahlungsdauer auf 17 Jahre (EA 40 J.) geändert wurde.”

Gesellschaft zahlte nur bis 2014

Nachdem er 2009 tatsächlich bedingungsgemäß berufsunfähig geworden war, zahlte die Gesellschaft bis 2014 eine BUZ-Rente aus beiden Verträgen und stellte ihre Zahlungen dann ein.

Der Versicherungsagent klagte daraufhin gegen den Versicherer auf Zahlung der BUZ-Rente nebst Beitragsbefreiung bis zum Jahre 2034.

Versicherungsdauer versus Leistungsdauer

Knackpunkt bei der Klage ist der Unterschied zwischen Versicherungsdauer und Leistungsdauer. In den Augen des Klägers seien seine Änderungsanträge so zu verstehen, dass er für die jeweilige BUZ eine Versicherungsdauer von 17 Jahren gewünscht habe, die Leistungsdauer jedoch erst 2034 enden sollte.

Es habe der gängigen Praxis der für die Beklagte tätigen Versicherungsagenten entsprochen, in die Spalten “Endalter” und “Ablauf” die Leistungsdauer einzutragen.

Seite zwei: Versicherungsagent in der Vorinstanz gescheitert

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Der Beitragssatz ist ja auch different. An diesem müßte für den Vermittlerprofi und die Versicherung erkennbar sein, genauso wie im neuen Versicherungsschein, was abgeschlossen wurde. Hier ist wohl Einiges, von beiden Seiten, schiefgelaufen.Wie Richter das beurteilen kann man höchstens an den Sternen ablesen..,

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 26. Januar 2017 @ 14:27

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...