Anzeige
23. Februar 2017, 10:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gewinneinbruch bei Swiss Re, gute Geschäfte bei Axa

Ein Wirbelsturm, ein Erdbeben und Waldbrände haben dem weltweit zweitgrößten Rückversicherer Swiss Re 2016 einen Gewinneinbruch eingebrockt. Unter dem Strich blieb mit knapp 3,6 Milliarden US-Dollar (3,4 Milliarden Euro) rund 23 Prozent weniger Gewinn übrig als ein Jahr zuvor, wie der Konkurrent des Weltmarktführers Munich Re mitteilte.

Shutterstock 406183534 in Gewinneinbruch bei Swiss Re, gute Geschäfte bei Axa

Während die Axa ihren Überschuss steigern konnte, musste die Swiss Re einen Gewinnrückgang hinnehmen.

Das war noch etwas weniger als von Analysten erwartet. Dennoch will das Unternehmen Milliarden an die Aktionäre zurückgeben: Die Dividende soll von 4,60 auf 4,85 Schweizer Franken steigen. Zudem will die Swiss Re bis 2018 erneut eigene Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Franken zurückkaufen.

Zu dem Gewinnrückgang trug auch bei, dass die Swiss Re weniger Schadenreserven auflösen konnte als im Vorjahr. Zudem hinterließ der Preiskampf im Schaden- und Unfallgeschäft deutliche Spuren. Bei der Vertragserneuerung Anfang 2017 verzichtete der Rückversicherer auf 18 Prozent seines zu Neuverhandlung anstehenden Geschäfts.

Axa meldet kletternden Überschuss

Europas zweitgrößter Versicherer Axa hat im vergangenen Jahr dank guter Geschäfte mit Altersvorsorgeprodukten etwas mehr verdient. Der Überschuss sei um 3,8 Prozent auf 5,83 Milliarden Euro geklettert, teilte der Allianz-Konkurrent mit. Die Dividende soll um sechs Cent auf 1,16 Euro je Aktie erhöht werden. Experten hatten sich bei beiden Werten etwas mehr erhofft.

Beim Umsatz knackte das Unternehmen erstmals die Marke von 100 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz um zwei Prozent auf 100,2 Milliarden Euro zu. Dabei machten Zuwächse im Versicherungsgeschäft Rückgänge in der Vermögensverwaltung mehr als wett.

Im Schaden- und Unfallgeschäft verdankte Axa den Anstieg der Einnahmen vor allem durchgesetzten Preiserhöhungen bei den Kunden. So stand dem Umsatzplus von drei Prozent ein Preisanstieg von 2,7 Prozent gegenüber. Nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb blieb dennoch weniger von jedem Prämien-Euro übrig. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich um einen halben Prozentpunkt auf 96,5 Prozent, blieb damit aber immer noch unter der kritischen 100-Prozent-Marke.

Neue Vertragsmodelle ohne Garantiezins

In der Lebens- und Rentenversicherung, in der Axa traditionell stark vertreten ist, setzt das Management auf neuartige Vertragsmodelle ohne klassischen Garantiezins. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase stellen Versicherer wie auch Allianz, Ergo und Talanx (HDI) ihr Angebot vor allem in Deutschland um. Die neuartigen Vertragstypen binden beim Versicherer weniger Kapital und sollen den Kunden im Gegenzug die Chance auf eine höhere Rendite bieten.

Aus Sicht des Versicherers gab die Entwicklung dem Management im vergangenen Jahr Recht: Das Lebens- und Spargeschäft legte mit einem Plus von vier Prozent das stärkste Gewinnwachstum für Axa hin. Die Vermögensverwaltung warf hingegen neun Prozent weniger ab als im Vorjahr. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

R+V wird Hauptsponsor des FC Schalke 04 Esports

Die R+V Versicherung und der FC Schalke 04 setzen ihre erfolgreiche Partnerschaft im elektronischen Sport fort: Der genossenschaftliche Versicherer wird Hauptsponsor und Trikotpartner der “Knappen” im Esport.

mehr ...

Immobilien

Wohnimmobilien: Welche Altersgruppe kauft am meisten?

Immobilienkäufer sind heutzutage deutlich jünger als noch vor zehn Jahren, wie eine aktuelle Online-Umfrage des Immobiliendienstleisters McMakler zeigt. Dabei dominiert derzeit besonders eine Altersgruppe den Immobilienmarkt.

mehr ...

Investmentfonds

Japan: Wachstum löst Deflation ab

Seit Jahrzehnten ist Japan “der schwache Mann Asiens”. Während das Bruttoinlandsprodukt in China, Indien und Vietnam jährlich um  über sechs oder sieben wächst, sind es in Japan weniger als zwei Prozent. Warum sich das jetzt ändern könnte:

mehr ...

Berater

Geldvermögen: Deutschland erreicht neuen Meilenstein

Die Bundesbürger sind trotz der Zinsflaute in der Summe so vermögend wie nie zuvor. Das Geldvermögen der Privathaushalte stieg im dritten Quartal 2018 erstmals über die Marke von sechs Billionen Euro, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia Grundinvest will Publikumsgeschäft weiter ausbauen

Der Asset Manager Patrizia Grundinvest, Tochtergesellschaft der Patrizia Immobilien AG, hat 2018 rund 110 Millionen Euro Eigenkapital bei Privatanlegern platziert und will weiter wachsen. Dafür ist 2019 unter anderem eine neue Produktkategorie geplant.

mehr ...

Recht

Rentner erhalten Finanzhilfe für Krankenversicherung

Die Deutsche Rentenversicherung beteiligt sich ab dem 1. Januar 2019 an den Zusatzbeiträgen zur Krankenversicherung bei der Rente.

mehr ...