13. März 2017, 07:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Harald Christ: “Vertrieb profitiert in hohem Maße von Investitionen”

Der Düsseldorfer Versicherer Ergo hat im letzten Jahr ein milliardenschweres Restrukturierungsprogramm aufgelegt. Cash. sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden Ergo Beratung und Vertrieb AG, Harald Christ, über die Gründe und Ziele sowie über den Status quo der Maßnahmen.

Harald Christ

Harald Christ: “Die Ausschließlichkeitsorganisation und der Maklervertrieb bleiben Schwerpunkte unserer Vertriebstätigkeit.”

Ergo hat im vergangenen Jahr ein umfassendes Restrukturierungsprogramm gestartet. Wie ist der Status quo?

Christ: Wir haben uns einiges vorgenommen bis 2020. Im ersten Halbjahr 2016 kam alles auf den Prüfstand. Wir hatten deutlichen Handlungsbedarf, um unsere Wettbewerbs- und Handlungsfähigkeit nachhaltig zu steigern – um schlanker, effizienter und digital zu werden. An der im Juni verkündeten Strategie richten wir nun konsequent unser Geschäft aus. Ab spätestens 2021 erwarten wir Jahresüberschüsse in Höhe von jährlich mehr als 500 Millionen Euro. Die Voraussetzungen dafür schaffen wir mit Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro. Das ist übrigens neu gegenüber früheren Strategieprogrammen: Wir sparen nicht nur, sondern wir investieren auch.

In welchen Segmenten wurde investiert?

Wir haben für jede einzelne Säule des Strategieprogramms – fit, digital, erfolgreich – Maßnahmen mit dahinter liegendem Budget eingeleitet. Wir verschlanken unsere Strukturen, wir legen die Grundlagen für digitalen Wandel und bieten immer mehr Produkt- und Serviceleistungen an, die auf den modernen Kunden zugeschnitten sind. All diese Maßnahmen zahlen auf den Vertrieb ein, somit profitiert er in besonderem Maße von den Investitionen.

Was hat sich dabei auf Vertriebsebene verändert?

Es ist uns gelungen, unseren Vertrieb schon ab dem 1. Januar auf drei Säulen zu stellen: einer einheitlichen Ausschließlichkeitsorganisation, in die die ehemaligen Vertriebe der DKV, Hamburg Mannheimer, Victoria und D.A.S. aufgegangen sind, dem klassischen Maklervertrieb und dem Strukturvertrieb der Ergo Pro. Ergo Pro konzentriert sich in sehr enger Kooperation mit der Ausschließlichkeitsorganisation hauptsächlich auf die Gewinnung junger Vertriebspartner und junger Kunden. Der Interessenausgleich für die Neuaufstellung im Vertrieb wurde Mitte August 2016 verabschiedet.

Seite zwei: “Neue Struktur im Vertrieb

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Universa verbessert Betriebs-Haftpflichtversicherung

Die Universa hat ihre Betriebshaftpflichtversicherung überarbeitet. Nachjustiert wurden insbesondere die Versicherungssummen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Grönemeyer initiiert neuen Gesundheitsfonds

„Medizin mit Herz und Seele“. Das ist das Motto von Professor Dietrich Grönemeyer. Der Arzt, Wissenschaftler, Publizist, Unternehmer und Investor ist bisher an einer Reihe von nichtbörsennotierten Unternehmen beteiligt. Jetzt hat er einen Gesundheitsfonds initiiert, der seinen Namen trägt, den „Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig“.

mehr ...

Berater

Gut ein Drittel der Verbraucher zahlt in Krise seltener bar

Elektronisches Bezahlen ist in der Coronakrise einer Umfrage zufolge auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Bei einer am Montag veröffentlichten YouGov-Befragung gaben 35 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher an, zum Schutz vor möglichen Ansteckungen seit Beginn der Pandemie in Geschäften seltener bar zu zahlen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

ifo Institut: Ein Fünftel der deutschen Firmen hält sich für gefährdet

Ein gutes Fünftel der deutschen Unternehmen sieht sein Überleben durch die Coronakrise gefährdet. Das ergibt sich aus der neuesten Umfrage des ifo Instituts. 21 Prozent der Firmen antworteten im Juni, die Beeinträchtigungen durch Corona seien existenzbedrohend. „In den kommenden Monaten könnte sich eine Insolvenzwelle anbahnen“, sagt ifo-Forscher Stefan Sauer. Welche Branche sich als besonders gefährdet einschätzt.

mehr ...