14. Juli 2017, 12:29
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Konkurrenzprodukt zur privaten Altersvorsorge in der Pipeline?

Die Politik droht mit weitreichenden Markteingriffen, sollten die deutschen Versicherer in mehreren Bereichen nicht sichtbare Veränderungen herbeiführen – unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl am 24. September.

Reichstag in Konkurrenzprodukt zur privaten Altersvorsorge in der Pipeline?

Reichstag Berlin: Die Politik fordert von den Versicherern deutliche Veränderungen.

Dazu gehören ein staatliches Konkurrenzprodukt zur privaten Altersvorsorge, Änderungen in der Vermittleraufsicht und eine Bürgerplattform mit strengen Transparenzanforderungen an Vorsorgeprodukte. Dies ergibt die Sektoranalyse Versicherungen der Kommunikationsberatung Instinctif Partners zum Bundestagswahlkampf 2017. Darin werden die Wahlprogramme von CDU/CSU, SPD, Die LINKE, Grünen, FDP und der AfD hinsichtlich ihrer für die Versicherungswirtschaft relevanten Prioritäten analysiert.

Bürgerplattform im Internet

Zu den drängendsten Themen gehört die Altersvorsorge. Zwar ist mit der baldigen Einführung einer verpflichtenden Deutschlandrente nicht zu rechnen. Doch auch auf Seiten von CDU und FDP zeigt man sich für die Einführung eines staatlichen Konkurrenzproduktes zur privaten Altersvorsorge mittlerweile gesprächsbereit. Damit steigt die Schnittmenge mit den Grünen, die einen Bürgerfonds als Alternative zur sonstigen Altersvorsorge etablieren möchten. Um die Transparenz am Markt zu erhöhen, planen CDU und FDP außerdem eine Bürgerplattform im Internet, die alle Leistungen und Ansprüche einheitlich aufführt. Im Falle einer Regierungsbeteiligung würden sich die anderen Parteien dieser Idee kaum entgegenstellen.

Parteien sehen aufgrund der Demografie Handlungsbedarf

“Alle Parteien sind sich der langfristigen Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die Rentenkassen bewusst und sehen Handlungsbedarf. Produktgeber und Vermittler müssen jetzt glaubwürdig und öffentlichkeitswirksam eigene Lösungsansätze vorlegen. Sonst können die Themen Deutschlandrente, Bürgerfonds und Co. eine Dynamik entwickeln, die sich kaum noch wirksam beeinflussen lässt”, erklärt Dr. Hubert Becker, Partner bei Instinctif Partners.

Analyse der unterschiedlichen Wahlprogramme

Mit dem Wahlkampf-Navigator bietet Instinctif Partners (www.wahlkampf-navigator.de) Unternehmen eine zentrale Anlaufstelle zur laufenden Analyse des Bundestagswahlkampfs. Auf der Plattform werden die politischen Programme der Parteien, kommunikative Trends und Highlights des Wahlkampfs sowie wichtige Termine übersichtlich aufbereitet. Branchenspezifische Sektoranalysen unter anderem zu den Themen Versicherungen, Gesundheit, Finanzen sowie Ernährung und Landwirtschaft ergänzen das Angebot. (fm)

Foto: Shutterstock

3 Kommentare

  1. Die Brandstifter wollen löschen? Da werden Steuern erhoben auf laufende Erträge und natürlich am Ende auf einen ggf. Verkaufserlös, und dann wundern sich die Politiker, dass die Menschen nicht so recht Lust haben, aufs Alter zu sparen. Die Unternehmen werden mit teurer Bürokratie überzogen. Eine EZB sorgt für die indirekte Finanzierung klammer Nachbarländer zu lasten der Sparer. Und bei diesen zum großen Teil selbst verbrochenen Rahmenbedingungen wollen die Politiker besser als alle Experten wissen, wie aus einem gesparten € fürs Alter 2 € werden? Wenn sie das wüßten, würden sie diesen zusätzlichen € sofort für eine Mütterrente IV etc. oder sonst ein Wahlgeschenk abkassieren…

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 18. Juli 2017 @ 17:50

  2. Die Politiker drohen? Wenn die Politiker so haften müßten wie Makler, säßen wohl einige schon längst im Gefängnis. Wie kann es sein das man zum Beispiel 1 Billion Euro im Rückstand bei der Beamtenvorsorge ist. Weshalb kümmert das den Verbraucherschutz nicht die Bohne!!! Lieber sieht der den Verbraucher im Nachteil weil es bei zig Millionen Vorgängen eine Beschwerdequote von 0,03% in der Versicherungsberatung gibt. Wer der Politik vertraut hat schon bei fehlenden Lösungen in der Gesundheits-Pflege-und Rentenversorgung den Boden der Realität verlassen. Alles mit sehr, sehr dunklen Brillen in Szene gesetzt. Märchen wohin man schaut.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 17. Juli 2017 @ 09:53

  3. “Die Politik” soll nur machen,
    die haben bereits Riester, Rürup und vorher Einiges, jetzt auch noch die neue Betriebliche Altersversorgung der Frau Nahles meilenweit verpeilt und vergeigt.
    Die vergeigen auch noch die nächsten Projekte. Wieso?
    Weil sie es können, und zwar richtig.

    Erst Mal die Menschenverachtende und Billionenvernichtende EZB – Tiefzinspolitik ändern, dann besteht vielleicht in frühestens 6-7 Jahren wieder eine Chance, mit konservativen Papieren die Inflationsrate zu schlagen. Hier liegen die Ursachen für einen überhitzten Immobilienmarkt und vor einer sich anbahnenden Börsenblase, die im Crash Fall noch mehr Vermögen bzw. Rücklagen vernichten werden.

    Kommentar von Peter J. O. Bartz — 14. Juli 2017 @ 15:44

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