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20. Januar 2017, 09:48
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Munich Re fordert mehr Anstrengungen des Bundes gegen Klimawandel

Die Klimaspezialisten beim weltgrößten Rückversicherer Munich Re halten nach dem neuerlichen Temperaturrekord im vergangenen Jahr größere Anstrengungen für notwendig, um die Erderwärmung zu begrenzen.

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Ernst Rauch, Leiter des Klimazentrums von Munich Re, plädiert insbesondere für Maßnahmen zur besseren Schadensbegrenzung des Klimawandels, zum Beispiel Hochwasserdämme.

Der langjährige Temperaturtrend liege um knapp einen Grad Celsius über dem Wert vor Beginn der Industrialisierung, sagte am Donnerstag Ernst Rauch, Leiter des unternehmenseigenen Klimazentrums. Der Einzelwert des Jahres 2016 habe sogar 1,2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Wert gelegen. “Es sind daher massivere Anpassungsanstrengungen erforderlich, um das Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 zu erreichen und die Folgen der Erwärmung abzufedern.”

Schon 2014 und 2015 waren Rekordjahre gewesen. Die US-Wetterbehörde NOAA geht davon aus, dass 2016 das wärmste Jahr seit Jahrhunderten war. Die Munich Re forderte den Bund auf, die diesjährige deutsche Präsidentschaft der führenden Wirtschaftsnationen in den G20-Staaten zu nutzen. Rauch plädierte insbesondere für Maßnahmen zur besseren Schadensbegrenzung des Klimawandels – das beinhaltet unter anderem Frühwarnsysteme für Naturkatastrophen, Hochwasserdämme und humanitäre Katastrophenhilfe.

Zu verbesserter “Katastrophen-Resilienz” beitragen

Rauch erinnerte daran, dass die sechs größten westlichen Industriestaaten und Japan beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau im Jahr 2015 für den Ausbau des Versicherungswesens in ärmeren Ländern plädiert hatten. Die Versicherungswirtschaft könne mit an die Risikolage angepassten Lösungen erheblich zur Verbesserung der “Katastrophen-Resilienz” besonders betroffener Personengruppen und Volkswirtschaften beitragen, sagte Rauch. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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