11. September 2017, 10:08
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Nahles will Rentenniveau stabilisieren

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat der Union vorgeworfen, mit ihrem Rentenkurs auskömmliche Altersbezüge für Durchschnittsverdiener aufs Spiel zu setzen. “Es kann nicht sein, dass die Generation, die die höchsten Beiträge zahlt, am Ende die niedrigsten Renten bekommt”, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

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Andrea Nahles sagte, die SPD wolle das Rentenniveau stabilisieren, damit die Arbeitnehmer morgen gut von ihrer Rente leben können.

Das weitere Absinken des Rentenniveaus müsse verhindert werden. “Auch hier will Frau Merkel einfach gar nichts tun”, sagte Nahles an die Adresse der Bundeskanzlerin. “Das führt dann automatisch zu einem Abrutschen des Rentenniveaus auf bis zu 43 Prozent.” Im Klartext heiße das: “Ein heute Mitte 50-Jähriger mit durchschnittlichem Lohn, wie beispielsweise ein Heizungsmonteur, wird dank Frau Merkel im Jahr 2030 monatlich bis zu 150 Euro weniger Rente haben.”

Union will Rentenkommission einsetzen

Die Union verweist in ihrem Wahlprogramm darauf, dass das Rentenniveau zuletzt auf 48,2 Prozent gestiegen sei. Das Rentenniveau ist das Verhältnis der Standardrente nach 45 Jahren Arbeit zum aktuellen durchschnittlichen Bruttoeinkommen. Für die Zeit nach der Wahl kündigte die Union eine Rentenkommission an, die sich über die Zeit nach 2030 Gedanken machen soll.

Nahles sagte, die SPD wolle das Rentenniveau stabilisieren, damit die Arbeitnehmer morgen gut von ihrer Rente leben können. “Das Rentenniveau zu stabilisieren, kommt bis zu 50 Millionen Menschen zugute.” (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance

1 Kommentar

  1. Es ist ja schön wenn man noch träumen kann. Das gilt allerdings für alle Parteien. Bei 30% aller Neueinstellungen im Mindestlohnbereich, vielen Teilzeitverträgen und vielen neuen Selbständigen die mal alle Angestellt waren, ist die Zukunft der Rentenversicherung nicht lange finanzierbar. Aktuell überbieten sich alle mit der Kopf in den Sand Methode, nur ja der Realität so lange wie möglich nicht ins Auge sehen. Das ist aber, auch in anderen Fragen, leider die Grundvoraussetzung zur Problemlösung. Alles auf die lange Bank in ferne Zukunft schieben, zu Lasten unserer Kinder und Enkel. Das ist so, wie wenn man einen Leberschaden kurieren will in dem man sich eine neue Frisur zulegt. Gute Politik für das Volk geht sicher anders.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 12. September 2017 @ 15:37

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