16. Januar 2017, 10:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Onlinepolicenvermittlung: Gestaltung der rechtssicheren Maklerwebsite

Bei der Onlinevermittlung von Versicherungsverträgen gilt es einiges zu beachten. Rechtsanwalt Stephan Michaelis von der Kanzlei Michaelis hat die wichtigsten Punkte zusammengestellt und bietet Maklern einen Überblick über Pflichten und Risiken.

Onlinepolicenvermittlung

Der Nutzer muss die Datenschutzerklärung einsehen und abspeichern können.

1. Erstinformation, Paragraf 11 Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV)
Die notwendige Erstinformation sollte laut Stephan Michaelis unbedingt bereits auf der Startseite der Maklerwebsite erscheinen. Hier müssten allerdings nur die “üblichen” Angaben gemacht werden. Die umfangreicheren gesetzlich vorgeschriebenen Informationen sollten demnach in das Impressum integriert werden, wobei die Startseite einen “ausdrücklichen und visuell hervorgehobenen Link auf die Erstinformation” enthalten müsse, um gesetzeskonform zu sein. Ein unauffälliger, versteckter Link erfülle seinen Zweck nicht.

Die Statusinformation sollte sowohl auf der Website erscheinen, als auch in die Email-Signatur integriert werden. Zudem böte es sich an, die in Paragraf 11 VersVermV aufgerufenen Informationspflichten jeweils unter jeder Mail aufzuführen. Ob hierbei ein Link in der Mailsignatur ausreichend ist, sei in Fachkreisen umstritten.

2. Gestaltung des Impressums
Paragraf 5 Telemediengesetz (TMG) sehe eine Impressumspflicht für professionell betriebene Webpräsenzen vor. Das Impressum müsse zwingend Namen, Anschrift und Rechtsform des Maklers und seine Mail-Adresse umfassen. Außerdem bestehe die Pflicht, auf die behördliche Zulassung beziehungsweise die Erstinformation hinzuweisen.

Im Internet stehen laut Rechtsexperte Michaelis eine Reihe von automatischen Impressums-Generatoren zur Verfügung. Auch ein Vergleich mit anderen Maklerseiten sei hilfreich. Das Impressum müsse immer auf dem neuesten Stand sein.

Seite zwei: Gestaltung der Datenschutzerklärung

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Ruhestand: Wohin mit den Rücklagen?

Einer aktuellen Umfrage der Postbank zufolge haben sich 62 Prozent der deutschen Rentner ein finanzielles Polster für den Lebensabend aufgebaut. Wie legt man diesen Vorrat im Alter am besten an und wie verbraucht man ihn sinnvoll?

mehr ...

Immobilien

Baubranche: Boom setzt sich fort – Genehmigungen stagnieren

Im deutschen Bauhauptgewerbe geht die gute Konjunktur weiter. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Januar registrierten die Betriebe im Februar den höchsten jemals gemessenen Neuauftragswert für diesen Monat.

mehr ...

Investmentfonds

EY: Dax-Konzerne verdienen insgesamt weniger

Die Konjunkturabkühlung hinterlässt Spuren in den Bilanzen der deutschen Börsenschwergewichte. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY.

mehr ...

Berater

“Kaiser ohne Kleider”: Kritik an Scholz nach geplatzter Fusion

Für Olaf Scholz (SPD) ist es eine mehr als unangenehme Nachricht: Die Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank ist geplatzt – ein Projekt, für das sich der Finanzminister ungewöhnlich weit aus dem Fenster gelehnt hatte.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...