28. Dezember 2017, 10:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schwungvoller Welthandel pusht weltweite Konjunktur

Das Jahr 2017 verlief doch besser als zunächst angenommen. Zumindest mit Blick auf den internationalen Handel, der einen deutlichen Aufschwung erlebte. Länder mit einer offenen Volkswirtschaft haben davon am meisten profitiert. Die Impulse für die Weltwirtschaft dürften 2018 allerdings nicht anhalten, argumentieren die Volkswirte des internationalen Kreditversicherers Atradius in ihrem aktuellen Konjunkturausblick.

Weltwirtschaft750 in Schwungvoller Welthandel pusht weltweite Konjunktur

Der internationale Handel zieht in 2017 deutlich an.

Unterstützt durch die expansive Geldpolitik, die leichte Erholung der Energiepreise sowie das über den Erwartungen liegende Wachstum in China und der Eurozone hat die Weltwirtschaft 2017 positiv überrascht. Der internationale Handel hat besonders stark zu dieser Entwicklung beigetragen. Die grenzüberschreitende Geschäfte haben im noch laufenden Jahr deutlich stärker zugelegt als ursprünglich prognostiziert, das Wachstum beschleunigte sich im Jahresvergleich von 1,4 Prozent im Jahr 2016 auf 3,8 Prozent im September 2017. In der Folge sind die weltweiten Handelsprognosen im Laufe des Jahres nach oben korrigiert worden.

Exportländer profitieren

Die starke Entwicklung des Welthandels ist unter anderem auf das sich erholende Investitionsklima in den USA und China zurückzuführen. Dies hat zu einer höheren Importnachfrage geführt. Außerdem haben sich die politischen Unsicherheiten insgesamt verringert.

“Die starke Beschleunigung des Handelswachstums 2017 hat die globalen Konjunktur deutlich belebt”, erklärt Andreas Tesch, Chief Market Officer von Atradius. “Unsere Daten zeigen das eindeutig. Vor allem wurden die Bruttoinlandsproduktprognosen der eher fertigungsorientierten, exportintensiven Volkswirtschaften Osteuropas und Asiens nach oben korrigiert. In stärker binnenwirtschaftlich orientierten Volkswirtschaften wie zum Beispiel denen in Lateinamerika verlief die Entwicklung gedämpfter.”

Wachstum von fünf Prozent in 2017

Atradius geht davon aus, dass der Welthandel 2017 um fünf Prozent gewachsen ist. Einige Indikatoren deuten auf eine anhaltende Expansion im kommenden Jahr hin. Angesichts des starken Vergleichsjahres 2017 prognostizieren die Ökonomen des Kreditversicherers aber eine Verlangsamung des Handelswachstums auf 3,5 Prozent.

“Wir rechnen damit, dass der internationale Handel die Weltwirtschaft 2018 weiterhin stützen wird. Eine erneute Aufwärtskorrektur der Wachstumsprognosen, wie wir sie in diesem Jahr gesehen haben, erwarten wir 2018 aber nicht angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheiten für den Handel”, erläutert Tesch.

Belastungen durch restriktivere Geldpolitik in den USA

Die anhaltende Konzentration Chinas auf seinen Binnenmarkt werde die Nachfrage in diesem Markt weiter dämpfen und den grenzüberschreitenden Handel belasten. Auch politische Unsicherheiten blieben. So könnte es 2018 zu Handelsstörungen durch die NAFTA- und Brexit-Verhandlungen kommen. Eine restriktivere US-Geldpolitik könnte die Entwicklung ebenfalls belasten und die Fremdfinanzierung für exportorientierte Schwellenländer verteuern, so der Experte. (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

OVB will Expansion und Wachstum vorantreiben

Die OVB Holding AG präsentierte ihren Aktionären auf der Hauptversammlung eine gute vertriebliche Entwicklung und einen planmäßigen Ergebnisverlauf. »Bei der Strategieumsetzung erreichten wir im Jahr 2018 wichtige strategische Fortschritte. Unser Ziel ist es, neue Ertragschancen zu erschließen und unsere Marktposition in Europa weiter auszubauen«, sagt Mario Freis, Vorstandsvorsitzender der OVB Holding AG.

mehr ...

Immobilien

Die Versprechen der Angela M. auf dem Deutschen Mietertag

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel versicherte den 550 Delegierten der örtlichen Mietervereine auf dem Deutschen Mietertag in Köln, bezahlbares Wohnen stehe ganz oben auf der Tagesordnung der Bundesregierung. Ordnungsrechtliche Maßnahmen gegen überhöhte Mieten seien notwendig, „weil wir der Probleme sonst nicht Herr werden.“

mehr ...

Investmentfonds

DWS: Berichte über eine Schwäche des US-Arbeitsmarkts sind stark übertrieben

Zurzeit richten sich wieder einmal alle Augen auf die amerikanische Zentralbank. Deren Ankündigung, drei Jahre nach Beginn der Zinserhöhungen eine Pause einzulegen, trug im Januar 2019 maßgeblich zur Trendwende an den Märkten bei. Als Anfang Mai die erwartete Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China ausblieb und die Märkte daraufhin mit erneuten Kursverlusten reagierten, waren es wieder die Worte von Zentralbankern, die für Beruhigung sorgten.

mehr ...

Berater

Urlaub: So kommen Sie sicher ans Ziel

Wenn die Deutschen verreisen, ist das Auto ihr liebstes Verkehrsmittel. 2018 fuhren 41,7 Prozent damit in den Urlaub. Wenn das Urlaubsziel nicht gerade um die Ecke liegt und Kinder an Bord sind, kann die Anfahrt schnell zur Nervenprobe werden. Wie Sie sicher ankommen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds-HV: Aktionäre stimmen für weiteren Wachstumsschub

Mit einer Präsenz von rund 78 Prozent des Grundkapitals wurden auf der Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG alle Beschlüsse zu den 12 Tagesordnungspunkten mit Zustimmungsquoten über 98 Prozent gefasst.

mehr ...

Recht

BFW: Enteignete Unternehmen bauen nicht

Berlin hatte vor einigen Tagen, wie von uns berichtet, als erstes Bundesland die Enteignung von Wohneigentum angekündigt. Aufgrund akuten Wohnungsmangels ist das Thema in den letzten Wochen ganz oben auf der Agenda. Nun meldet sich der auch BFW Landeverband Berlin/Brandenburg dazu und warnt davor, große private Wohnungsunternehmen zu enteignen.

mehr ...