17. April 2017, 14:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Selbst ist die Vorsorge”

Cash. sprach mit Bernhard Rapp, Direktor Marketing und Produktmanagement bei Canada Life, über bedarfsgerechte BU-Alternativen und Trends in der Sparte Arbeitskraftabsicherung.

Rapp-Canada-Life in Selbst ist die Vorsorge

Bernhard Rapp: “Sollte die gewünschte Absicherung nicht möglich sein, stellen wir Kunden und Vermittlern gezielt Alternativ-Angebote zur Verfügung.”

Cash.: Eine Umfrage im Auftrag Ihres Unternehmens hat im vergangenen Jahr ergeben, dass viele Deutsche bedarfsgerechte BU-Alternativen akzeptieren. Welche dieser Alternativen sind derzeit besonders gefragt?

Rapp: Unsere Schwere-Krankheiten-Vorsorge muss man hier als Klassiker bezeichnen. Da verzeichnen wir ständige Nachfrage. Das liegt daran, dass man die Lösung vielseitig einsetzen kann: So hängt die Prämie nicht vom Beruf des Kunden ab, was für viele von Vorteil ist. Die frei verfügbare Kapitalleistung, die man im Versicherungsfall bei 46 Erkrankungen erhält, erweist sich in ganz unterschiedlichen Situationen als unentbehrlich: Zum Beispiel bei Immobilienbesitzern, die ihren Kredit abbezahlen, oder bei Unternehmern, die ihren Betrieb unbedingt erhalten und während der Krankheit kürzertreten wollen. Unser neuer Tarif Premium Grundfähigkeitsschutz gibt Kunden die Möglichkeit, einen Schwere-Krankheiten-Schutz und/oder Pflegeschutz mit einzuschließen. Dieses breite Leistungsspektrum kommt gut an im Markt.

Seit Mitte letzten Jahres bieten Sie zwei Varianten Ihrer Grundfähigkeitsversicherung an. Worin unterscheiden sich diese voneinander, insbesondere was den Leistungsumfang betrifft?

Der neue Premium Grundfähigkeitsschutz stellt eine erweiterte Version der Grundfähigkeitsversicherung dar, mit der wir im Jahr 2000 in Deutschland gestartet sind. Bei beiden Varianten sind 19 Grundfähigkeiten wie Sehen, Gehen, Hände gebrauchen oder Auto fahren abgesichert. Auch geistige Fähigkeiten gehören dazu. Beide Tarife haben einen garantierten Beitrag, bieten also Planungssicherheit, da die Beiträge nicht steigen können. Der Unterschied: Beim Premium Grundfähigkeitsschutz tritt der Leistungsfall schon beim Verlust von nur einer Fähigkeit ein. Eine Leistung gibt es auch bei Erreichen des Pflegegrades zwei. Kunden können eine lebenslange Leistungsdauer wählen. Darüber hinaus stehen ihnen bei der Premium-Variante individuelle Ergänzungen des Schutzes offen: Eine Option ist der Schwere-Krankheiten-Baustein, mit dem zwölf definierte Erkrankungen abgesichert sind. Als Leistung erhält der Kunde hier eine Kapitalleistung. Wählen Kunden als Ergänzung den Pflegeschutz, sichern sie sich damit doppelt ab: Denn im Leistungsfall erhalten sie zusätzlich zur Grundfähigkeitsrente eine Pflegerente – in der gleichen Höhe der vereinbarten Grundfähigkeitsrente. Die Grundfähigkeitsrente wird bis zum festgelegten Vertragsende gezahlt, die Pflegerente lebenslang, solange die Pflegebedürftigkeit besteht. Dieser als Multi-Risk-Police auf Lebensbasis gebaute Schutz überzeugt zudem mit einem besonders attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Unsere Basisvariante hingegen ist eine günstige und mit nur sieben Gesundheitsfragen abschließbare Absicherung. Ihre Laufzeit kann bis zum 67. Lebensjahr vereinbart werden. Sie eignet sich in erster Linie für Menschen mit kleinerem Budget, für Ältere, für Menschen mit Vorerkrankungen oder besonders hohem Absicherungsbedarf.

Häufig ist es für Berufstätige nicht leicht, einen Versicherungsschutz zu erhalten, der ihrer speziellen Risikoneigung Rechnung trägt. Wie gehen Sie mit dieser Herausforderung um?

Bei der BU haben Sie recht: Ein Schutz ist für Büroangestellte regelmäßig bezahlbarer als für körperlich Tätige. Das hängt damit zusammen, dass sie mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit berufsunfähig werden. Wenn nun körperlich Tätige deshalb aber etwa stark reduzierte BU-Renten vereinbaren, damit die Absicherung ins Budget passt, ist das nicht die richtige Lösung. Im Ernstfall steht der Kunde dann nämlich mit einer schlimmstenfalls erheblichen Absicherungslücke da. BU-Renten werden außerdem auf Sozialleistungen wie Hartz IV angerechnet. Geringe Rentenhöhen helfen daher nicht den Betroffenen, sondern nur den Sozialsystemen. Hier ist professionelle Beratung gefragt, die Kunden auf mögliche Alternativen aufmerksam macht, die besser zu ihrer Risikoneigung passen. Etwa einen Grundfähigkeitstarif, mit dem eine sinnvolle Absicherungshöhe auch für körperlich Tätige erschwinglich ist. Hierzu bieten wir einen ganz besonderen zusätzlichen Service: Sollte die gewünschte Absicherung nicht möglich sein, stellen wir Kunden und Vermittlern gezielt Alternativ-Angebote zur Verfügung. Ist etwa eine BU-Absicherung nicht möglich, bieten wir dem Kunden sofern möglich den Premium Grundfähigkeitsschutz als Alternative an.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Familienabsicherung.

Foto: Canada Life

Ihre Meinung



 

Versicherungen

11 Webinare für Ihren digitalen Vertriebserfolg

Vom 28.9. bis 2.10. 2020 veranstaltet Cash. die Digital Week. In 11 Webinaren geht es um die richtige Digital-Strategie, um so die Chance für Makler und Vermittler auf mehr Umsatz zu erhöhen. Melden Sie sich an und nutzen Sie diesen Mehrwert für Ihre vertriebliche Praxis.

mehr ...

Immobilien

Remax-Europa-Studie: Makler erwarten sinkende Immobilienpreise in Europa

Laut einer aktuellen Umfrage des weltweit tätigen Immobilienmaklernetzwerks Remax unter 2.100 Maklern aus 27 europäischen Ländern wird die Coronavirus-Pandemie weitreichende Auswirkungen auf die Preise von Immobilien haben. Die Mehrheit der befragten Makler geht davon aus, dass die Kauf- und Mietpreise im europäischen Schnitt sowohl für Wohn- als auch für Gewerbeimmobilien bis Ende 2020 sinken werden.

mehr ...

Investmentfonds

Neue Führung der Bank of England ändert Brexit-Kurs

Katharine Neiss, Chefvolkswirtin bei PGIM Fixed Income, kommentiert die gestrige Sitzung des Geldpolitischen Ausschusses der Bank of England (Monetary Policy Committee, MPC).

mehr ...

Berater

Bundestag beschließt Verlängerung für Anleger-Musterverfahrensgesetz

Der Bundestag hat eine verlängerte Gültigkeit des Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetzes zum Schutz von Aktionären und Anlegern beschlossen. Das Gesetz gilt nun bis zum 31. Dezember 2023.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lutz Kohl wechselt in die Geschäftsführung der HKA 

Mit Wirkung vom 9. September 2020 wurde Lutz Kohl (54) zum Mitglied der Geschäftsführung der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung GmbH berufen, der KVG der Immac. Mit seiner Bestellung wird das Führungsteam der HKA um Geschäftsführer Tim Ruttmann planmäßig erweitert.

mehr ...

Recht

Fondsbranche weist BaFin-Kritik zurück

Der deutsche Fondsverband BVI weist die Kritikder BaFin an den Fondsanbietern entschieden zurück, dass die Umsetzung der neuen Liquiditätswerkzeuge (Rücknahmegrenzen, Swing Pricing, Rücknahmefristen)bei ihnen in den Hintergrund gerückt sei, je weiter die Kursturbulenzen im März zurückliegen.

mehr ...