10. Juli 2017, 11:01
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Solvency II – Wie sicher ist mein Geld bei meiner Versicherung?

2017 haben die europäischen Versicherer erstmals ihre Solvency-II-Quoten veröffentlicht. Seither streiten sich Experten darüber, wie aussagekräftig die Zahlen sind.

Die Wald-Kolumne

Solvency II – Wie sicher ist mein Geld bei meiner Versicherung?

“Ich rate davon ab, sich ausschließlich aufgrund der Quoten für einen Versicherer zu entscheiden. Sie können aber durchaus als Gradmesser dienen.”

Wer eine Lebens- oder Rentenversicherung abschließt, bindet sich in der Regel über viele Jahre an einen Versicherer. Denken wir zum Beispiel an einen Auszubildenden, der schon heute privat fürs Alter vorsorgt – eine gute Entscheidung, denn je früher er diesen Schritt geht, desto höher die Rendite.

Allerdings bekommt er seine erste Auszahlung erst in rund einem halben Jahrhundert – und dann monatlich für einen Zeitraum von zwei bis drei weiteren Jahrzehnten. So zumindest der Plan. Denn was passiert mit seinem Geld, wenn es das Unternehmen nicht mehr gibt? Dann steht er plötzlich mit leeren Händen da.

Kunden brauchen also eine Menge Vertrauen zu ihrem Versicherer. Und das darf nicht auf bloßer Sympathie beruhen; schließlich stehen viel Geld, Sicherheit und im Extremfall die Existenz auf dem Spiel.

Transparenz über die Solvenz der Versicherer

Genau da setzt Solvency II an. Die EU-Richtlinie will Transparenz über die Solvenz der Unternehmen und somit eine Entscheidungshilfe für Kunden schaffen – auch vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds.

Denn für Versicherer ist es deutlich schwieriger als in der Vergangenheit, ihre Leistungsversprechen zu erfüllen, da Neuanlagen weniger Rendite erzielen. Schon 2007 gab es deshalb einen ersten Vorstoß der EU-Kommission, 2009 wurde die Richtlinie dann im EU-Parlament verabschiedet.

Nach einer Vorbereitungsphase sind seit 2016 nun alle Versicherer in Europa dazu verpflichtet, jährlich einen Bericht über Finanzlage, Risiken und wesentliche Geschäftsbereiche zu veröffentlichen. Diese wurden jetzt im Mai 2017 für das Geschäftsjahr 2016 publik.

Seite zwei: Nun zeigt sich, wer früh auf das Niedrigzinsumfeld reagiert hat

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