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10. Januar 2017, 10:39
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SPD fordert Entlastung beim Zahnersatz

Angesichts gestiegener Zahnersatz-Zuzahlungen fordert auch die SPD eine Entlastung der Versicherten. “Man kann inzwischen die soziale Situation eines Menschen wieder an seinen Zähnen erkennen. Gerade Rentner haben oft schlechte Zähne”, sagte Karl Lauterbach, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, der “Passauer Neuen Presse”.

Lauterbach SPD in SPD fordert Entlastung beim Zahnersatz

Karl Lauterbach, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion

Ähnlich hatte sich zuvor schon die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann geäußert. “Es ist skandalös, dass Menschen notwendige Behandlungen aus Angst vor hohen Kosten nicht durchführen lassen.”

Das Bundesgesundheitsministerium hatte auf ihre Anfrage hin neue Zahlen veröffentlicht. Demnach gaben private Haushalte 2005 für Zahnersatz rund 2,62 Milliarden Euro zusätzlich aus. 2010 seien es 3,02 Milliarden Euro und 2014 schon 3,14 Milliarden Euro gewesen.

Lauterbach will Expertenkommission

Lauterbach sagte: “Zahnsanierungen werden häufig aufgeschoben oder gar nicht erst durchgeführt – aus finanziellen Gründen. Das ist ein unhaltbarer Zustand.” Er forderte, den Umfang der von den Krankenkassen zu ersetzenden Zahnersatz-Leistungen zu überprüfen und zu erweitern. Dafür bedürfe es einer unabhängigen Expertenkommission. (dpa-AFX)

Foto: spdfraktion.de (Susie Knoll/Florian Jänicke)

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2 Kommentare

  1. Sehr richtig Frau Fenner. Der Verursacher prangert an. Die Verbesserung von Zahnschutz ist sicherlich dem Wahljahr geschuldet, denn es geht ihm nicht um Leistungen, sondern darum, dass wir alle dasselbe haben, auch wenn das ein Nichts ist. Ein gutes Beispiel, mit dem er vorangeht wäre, der Wechsel in die GKV

    Kommentar von Frank Dietrich — 11. Januar 2017 @ 09:08

  2. Die SPD hat seit Jahren die Verschlechterungen im sozialen Gesundheitssystem mitgetragen. Die Maxime war nicht die Verbesserung der Krankenkassenleistungen sondern die Reduzierung der Lohnnebenkosten für die Arbeitgeber/die Konzerne.
    Wenn nun Herr Lauterbach dieses Manko zu Recht anprangert, habe ich die Befürchtung, dass dies dem Wahljahr geschuldet ist, denn sein Parteichef und derzeitiger Bundeswirtschaftsminister und seiner Vorgänger sind ja eigentlich für unternehmerfreundliche Tendenzen bekannt.
    Und – Herr Lauterbach – es ist nicht nur ein Problem mit Optik, das die zahnlosen Armen haben, sondern ein Problem vieler gesundheitlicher Folgeschäden, die durch krankhafte Zähne ausgelöst werden und dann mehr kosten, als ein ordentlicher Zahnersatz.
    Es würde mich also freuen, wenn Herr Lauterbach, dem ich persönlich durchaus soziale Ambitionen und Wissen um die Zusammenhänge zutraue, nicht nur nach außen sondern vor allem innerhalb seiner Partei bessere Einsichten zu unserem Gesundheitssystem beiträgt.

    Kommentar von Gabriele Fenner — 10. Januar 2017 @ 15:15

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