28. September 2017, 10:08
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Stabwechsel beim GDV – Altkanzler kritisiert Rentenpolitik

Alexander Erdland, der langjährige Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), hat auf dem Deutschen Versicherungstag in Berlin sein Amt an seinen Nachfolger Wolfgang Weiler übergeben. In seiner letzten Rede als GDV-Präsident sprach sich Erdland gegen weitere Regulierungsmaßnahmen aus.

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Der scheidende GDV-Präsident Alexander Erdland (links) und sein Nachfolger Wolfgang Weiler

“Reguliert wurde erstmal genug. Das Regulieren muss auch im Lot bleiben”, sagte Erdland. Jetzt solle erstmal geschaut werden, wie die bisherigen Regulierungsmaßnahmen wirken.

Mit Blick auf die kommende Legislaturperiode erhofft sich Erdland eine “Reformkoalition”. Die Kanzlerin habe ja nicht mehr so viel zu verlieren, sagte der scheidende GDV-Präsident. Die sozialen Sicherungssysteme müssten weiter gefestigt werden, Digitalisierung und Finanzbildung müssten gefördert werden. Der GDV wolle hieran mitwirken.

Der neue GDV-Präsident Weiler dankte Erdland für sein Engagement während seiner fünfjährigen Amtszeit: “Beharrlichkeit, Zielstrebigkeit und ein kritischer Blick darauf, in welchen Bereichen sich unsere Branche verändern muss, zeichneten ihn aus.” Auch bei Gegenwind habe er sich nie entmutigen lassen. Erdland versprach, der Branche verbunden zu bleiben.

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Gerhard Schröder während seiner Rede auf dem Deutschen Versicherungstag in Berlin

Gastredner war Altkanzler Gerhard Schröder (SPD), der unter anderem die Entscheidungen der Großen Koalition in der Rentenpolitik wie die Einführung der Rente mit 63 kritisierte und als “Schritt rückwärts” bezeichnete. Die Maßnahmen seien “ein ziemlicher Fehler” und eine Rücknahme dessen, was mit der von ihm durchgesetzten “Agenda 2010” erreicht wurde. (kb)

Fotos: GDV

 

1 Kommentar

  1. Ja Herr Schröder kann ja kann ja lockere Sprüche reißen!
    Er hat ja seine Schäfchen dank seiner kapitalistischen Freunde
    in Russland im Trocknem! Er war nähmlich der Wolf im Schafspelz, der die Sozialdemokratie veraten hat und der Industrie zugearbeitet hat! Er hat Lafonten gebraucht um die Wahl seinerzeit zu gewinne, und dann hat er die sozialdemokratischen Werte veraten und verlassen! So einen Bundeskanzler braucht Deutschland nie mehr wieder!
    Er sollte nach Russland abhauen und sein schändliches Mundwerk halten! Wer 45 jahre gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat darf wohl mit 63 in Rente gehen! Man sollte das Rentenalter bei den Beamten auf 70
    Jahre anheben,die bezahlen nähmlich nicht in die Kasse ein und beziehen weit höhere Pensionen! So sieht Deutschland aus!!

    Kommentar von H. Pirchmoser — 19. Oktober 2017 @ 11:02

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