15. Mai 2017, 13:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Talanx vermeldet erfolgreichen Jahresauftakt

Der Versicherungskonzern Talanx ist nach eigenen Angaben gut ins aktuelle Geschäftsjahr gestartet. Wachstumstreiber im ersten Quartal war demnach die Sparte Privat- und Firmenversicherung International.

Talanx vermeldet erfolgreichen Jahresauftakt

Hauptsitz der Talanx-Gruppe in Hannover.

Beim Versicherungskonzern Talanx hat der eingeleitete Sanierungskurs Belastungen durch Zyklon “Debbie” und andere Katastrophen zu Jahresbeginn mehr als wettgemacht. Unter dem Strich stand im ersten Quartal dank leicht gesenkter Betriebskosten ein Gewinn von 238 Millionen Euro – und damit sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Konzern mit Marken wie HDI und Neue Leben am Montag in Hannover mitteilte.

Für das laufende Jahr peilt Vorstandschef Herbert Haas weiterhin einen Konzerngewinn von rund 800 Millionen Euro an. An der Börse sorgten die Nachrichten für keine großen Kursausschläge. Nach zeitweiligen Kursgewinnen rutschte die Talanx-Aktie am späten Vormittag in die Verlustzone und lag um die Mittagszeit im Mittelfeld des MDax mit 0,09 Prozent im Minus bei 33,69 Euro – obwohl der Versicherer im ersten Quartal besser abgeschnitten hatte als von Analysten erwartet.

Keine Anhebung der Gewinnprognose

Von einer Anhebung seiner Gewinnprognose wollte Konzernchef Haas am Montag dennoch nichts wissen. Das Ziel bleibe realistisch – auch weil ein guter Teil der Entwicklung von den eintretenden Großschäden abhänge. Analysten sagen Talanx derzeit bereits einen Jahresgewinn von rund 850 Millionen Euro voraus.

Trotz höherer Belastung durch Großschäden blieb von den Prämieneinnahmen im Schaden- und Unfallgeschäft im ersten Quartal prozentual gleich viel übrig wie ein Jahr zuvor. Die Zerstörungen durch Zyklon “Debbie” Ende März in Australien kosteten den Konzern 50 Millionen Euro. Das entspricht der Summe, die bereits die Hannover Rück genannt hatte. Talanx hält die Mehrheit an dem weltweit drittgrößten Rückversicherer, der deshalb komplett in die Konzernzahlen eingeht. Insgesamt stieg die Großschadenbelastung der Gruppe von 123 Millionen Euro auf 153 Millionen Euro.

Gewinnrückgang im Privat- und Firmengeschäft in Deutschland

Wachstumstreiber im ersten Quartal war die Sparte Privat- und Firmenversicherung International mit einem Beitragsplus von 29,2 Prozent. In der Schaden-Rückversicherung legten die Prämieneinnahmen um 12,5 Prozent und in der Industrieversicherung um 4,3 Prozent zu. Insgesamt stiegen die gebuchten Bruttoprämien währungskursbereinigt um 7,4 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.

Im Privat- und Firmengeschäft in Deutschland musste Talanx einen Gewinnrückgang um ein Drittel hinnehmen. Während das Schaden- und Unfallgeschäft auf dem Heimatmarkt mehr abwarf als ein Jahr zuvor, brach das operative Ergebnis des Lebensversicherungsgeschäfts wegen geringerer Kapitalerträge um rund die Hälfte ein.

Vor einigen Tagen hatte die Hannover Rück nach dem ersten Quartal einen Gewinn von rund 265 Millionen Euro bekanntgegeben – ein Rückgang um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Den für das Gesamtjahr geplanten dritten Milliardengewinn des Konzerns sieht Finanzchef Roland Vogel aber nicht in Gefahr. (dpa-AFX)

Foto: Talanx

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...