2. März 2017, 09:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Zulagenrente”: Reform für Riester

Das Garantieverbot bei der Betriebsrente und die Garantiepflicht der Riester-Rente passen nicht zusammen – kürzlich hat DVAG-Vorstandsmitglied Helge Lach einen überlegenswerten Vorschlag für eine Zulagenrente geäußert. Nun ist der Ball im Feld der Politik.

Die Weirich-Kolumne

Zulagenrente

Professor Dieter Weirich, DIA: “Große Beachtung findet in diesen Tagen ein Vorschlag von Helge Lach, Vorstandsmitglied der DVAG, die am meisten Riester-Verträge vermittelt hat.”

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will wohl in ihrem Ressort bleiben, so es die politischen Konstellationen nach der Bundestagswahl erlauben.

Für die neue Legislaturperiode hat sie kürzlich auf einem Kongress neue Impulse für die private Altersvorsorge angekündigt. Sie verzichtete bei ihrem Blick in die Zukunft zwar auf Einzelheiten, ließ aber erkennen, dass sie bei den vielen Vorbehalten gegenüber dem Riester-Sparen in dem Angebot eines attraktiven Standardproduktes einen erfolgversprechenden Weg sieht.

In den noch verbleibenden wenigen Monaten geht es für Nahles und die Bundesregierung noch um die Durchsetzung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes und den Beschluss über die ersten Etappen der Rentenangleichung zwischen Ost und West.

Bei allen anderen Fragen, ob es um die solidarische Lebensleistungsrente oder das langfristige Sicherungsniveau geht, gibt es in der Großen Koalition keine Einigung. Man geht in den Wahlkampf, der allerdings bei Versprechungen um die Rente kein Überbietungswettbewerb sein soll.

Stiefkind private Vorsorge

Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren, Mütterrente, “Flexi-Rente” und jetzt Neuordnung bei den Betriebsrenten, die Koalition hat ihren Vertrag weithin abgearbeitet.

Waren die Rente mit 63 und auch die Mütterrente teure Klientelpolitik für beide Regierungsparteien, so wurde bei der Betriebsrente ordnungspolitisch doch ein großer Schritt nach vorne gemacht. Beschäftigte in Klein-und Mittelbetrieben können von dieser Neuregelung profitieren.

Ein Stiefkind blieb aber die private Vorsorge. Obwohl es inzwischen über 16 Millionen Riester-Verträgler gibt, wurde diese Form der privaten Vorsorge als überholt in Frage gestellt.

Wiederholt gab es Forderungen nach einer Rückabwicklung von Riester, was zur Verunsicherung der Verbraucher führte. Viele Kunden ließen angesichts der schwachen Rendite-Aussichten im Niedrigzinsumfeld der Europäischen Zentralbank ihre Verträge ruhen, der wohlfeile Vorwurf in der politischen Debatte lautete, von der staatlichen Förderung hätten letztlich nur die Finanzvertriebe profitiert.

Seite zwei: Balance zwischen Rendite und Sicherheit

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Vielen geht es gut in unserer Gesellschaft und trotzdem bleibt die Gerechtigkeit auf der Strecke! Keine Wende wird nun seit 13 Jahren vollzogen! Zerpflückt wird der Slogan “Gerechtigkeit”, das fängt mit dem GMG, §229 SGB V an liebe Regierende. Was ist bei den betriebl. Direktversicherungen, die SPD/Grüne unter der Leitung von Horst Seehofer eingeführt haben und die CDU duldet? Hier ist der Hype aus 2004 noch lange nicht beendet. Das erkennt man an den täglich zunehmenden Aktivitäten der Geschädigten. Ca. 15.000 laufende Sozialklagen, zwei Hände voll ausstehender Verfassungsklagen, zunehmender Kritik in allen Medien und Demonstrationen belegen das! Der nächste Hype wird bei den nun anstehenden Wahlen kommen, wenn die etablierten Parteien von den ca. 6.3 Mil. Geschädigten und ihren 6.3 Mil. Partnern (das sind immerhin ca. 13 Mil. Bürger!) abgewählt werden!

    Kommentar von No21 — 3. März 2017 @ 10:17

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...