27. Februar 2017, 07:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Pflegelücke: Pflegeheimplatz zu teuer für Senioren

Bei allem Lob für das Pflegestärkungsgesetz II sind sich die Assekuradeure sicher, dass die private Vorsorge durch die jüngsten Initiativen des Gesetzgebers nicht ersetzt werden kann – denn in weiten Teilen Deutschlands kostet ein Heimplatz mehr, als Senioren sich leisten können.

Pflegelücke

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wirbt für die Reform der Pflegeversicherung.

“Der Staat ist im Grundsatz nicht für die individuelle Daseinsvorsorge da. Wir haben uns aber irgendwann mal entschieden, dass der Staat zumindest anteilig vorsorgen soll”, sagt Dr. Stefan M. Knoll, Vorstandschef der DFV Deutschen Familienversicherung.

“Keine vollständige Absicherung”

“Das ist auch in Ordnung, weil wir in einem Sozialstaat leben, der den Menschen einen bestimmten Sockel an Absicherung gewähren muss”, so Knoll.

Aber es sei nicht Aufgabe des Staates, die vollständige Absicherung seiner Bürger bis hin zur Unmündigkeit vorzuschreiben. Insofern findet er es richtig, dass die Pflegeversicherung quasi eine Teilkasko-Versicherung ist und der Einzelne individuell etwas tun muss.

Gesetzliche Pflege deckt nur 50 Prozent der Kosten

Laut Hans-Josef Schmitz, Leiter Geschäfts- und Produktpolitik der Axa Krankenversicherung, decken die Leistungen der gesetzlichen Pflege auch nach der Pflegereform im Durchschnitt lediglich 50 Prozent der tatsächlichen Kosten der häuslichen Pflege ab.

“In der stationären Pflege hat der Gesetzgeber zwar eine feste Selbstbeteiligung der Patienten je Pflegeeinrichtung festgeschrieben, aber der kleine Vorteil insbesondere bei den hohen Pflegegraden reicht dennoch nur zu einer Kostendeckung von circa 50 Prozent. Für die Versorgungslücke müssen die Betroffenen oder ihre Angehörigen weiterhin selbst aufkommen”, sagt er.

Die private Pflegevorsorge sei somit auch künftig unverzichtbar – jeder Einzelne müsse sich zur Deckung dieser Pflegelücke rüsten. Tatsächlich sind die Kosten, die für die Pflegebedürftigen anfallen, immens.

Seite zwei: Heimplatz zu teuer für Senioren

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Provinzial NordWest: Kerngesund und kraftvoll trotz Orkanschäden

Die Provinzial NordWest hat sich im vergangenen Geschäftsjahr 2018 erneut sehr erfolgreich als wachstums- und ertragsstarker Versicherungskonzern im Markt positioniert. Mit einem Anstieg der gebuchten Beitragseinnahmen um 3,4 % auf 3,46 Mrd. Euro wuchs der zweitgrößte öffentliche Versicherer deutlich über dem Marktdurchschnitt. Der Markt ist in der Schaden-, Unfall- und Lebensversicherung (inkl. Pensionskassen und Pensionsfonds) um 2,3 % gewachsen.

mehr ...

Immobilien

Immobilien: Wann der Käufer Schadensersatz fordern kann

Der vertragliche Haftungsausschluss ist kein Tor zur Narrenfreiheit: In seinem Urteil vom 9. Februar 2018 hat der Bundesgerichtshof geklärt, wann trotz eines vertraglich zugesicherten Haftungsausschlusses des Verkäufers ein Schadenersatzanspruch aufgrund von Sachmängeln bestehen kann (Az.: V ZR 274/16). Ein Beitrag von Philipp Takjas, McMakler

mehr ...

Investmentfonds

“Hoher Investitionsbedarf treibt die Kurse”

Aktien von Infrastrukturunternehmen gelten in Krisenzeiten als deutlich stabiler als der breite Markt. Warum das so ist und welche weitere Vorteile Investments in das Segment Infrastruktur bieten, erklärt Susanne Linhardt, Senior Portfolio Managerin Aktien bei Bantleon, im Gespräch mit Cash.

mehr ...

Berater

Erneut Kritik an der Grundrente durch die Union

Nach Überzeugung von CDU/CSU führt die Grundrente nach dem Konzept der SPD zu einer überproportionalen Besserstellung von Teilzeitbeschäftigten, bevorzugt Partnerschaften nach traditionellem Rollenmodell und sorgt für deutlich höhere Aufwertungen von Renten als im Koalitionsvertrag vorgesehen. Dies geht aus Berechnungen im Auftrag der Union hervor, die der Düsseldorfer “Rheinischen Post” vorliegen.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Insolvenzverwalter holt Immobilien vom Gründer zurück

Im Insolvenzverfahren über das Privatvermögen des Gründers des Container-Anbieters P&R wurde die erste Gläubigerversammlung abgehalten. Der Insolvenzverwalter konnte demnach Vermögenswerte sichern – wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

mehr ...

Recht

BVK: Provisionsdeckel frühestens ab März 2020

Der von der Großen Koalition geplante Provisionsdeckel in der Lebensversicherung wird in diesem Jahr nicht mehr in Gesetzesform gegossen. Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands deutscher Versicherungskaufleute (BVK), geht davon aus, dass das Gesetzesvorhaben nicht vor März 2020 umgesetzt wird. Das teilte er in einer Pressekonferenz des BVK in Kassel mit.

mehr ...