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25. Juli 2018, 13:08
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Advocard Streitatlas: So fährt Deutschland

Jeden Tag quälen sich Millionen Autos über oft übervolle deutsche Straßen. Da ist Streit vorprogrammiert. Zu schnelles Fahren, übersehene rote Ampeln und Blechschäden sind dabei nur drei der Gründe für Streit auf Deutschlands Straßen. Das zeigt „Deutschlands großer Streitatlas“, eine zum dritten Mal aufgelegte Studie, für die Advocard bisher insgesamt 1,7 Millionen Streitfälle gesammelt und ausgewertet hat.

 

Peter-Stahl ADVOCARD Vorstand in Advocard Streitatlas: So fährt Deutschland

Peter Stahl, Vorstandssprecher beim Generali-Rechtsschutzversicherer Advocard: “Innerhalb von zwei Jahren ist die Anzahl der Verkehrsstreitigkeiten um 28 Prozent gestiegen. Ähnliche Steigerungsraten gab es in keinem anderen Rechtsbereich.”

 

Mehr als jeder vierte Streit entsteht in diesem Bereich. „Innerhalb von zwei Jahren ist die Anzahl der Verkehrsstreitigkeiten um 28 Prozent gestiegen. Ähnliche Steigerungsraten verzeichnet der Streitatlas in keinem anderen Rechtsbereich“, erklärt Peter Stahl, Vorstandssprecher bei Advocard, dem Rechtsschutzversicherer der Generali.

Die Top Ten der streitlustigsten Kreise

Schaut man sich auf Kreisebene in Deutschland um, drehen die streitlustigsten Autofahrer vermehrt in Niedersachsen und Hessen ihre Runden. Auf Platz eins liegt der Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen), gefolgt von den beiden hessischen Landkreisen Limburg-Weilburg und Wiesbaden. Der Volksmund kürzt das Cloppenburger Kennzeichen ‚CLP‘ mit „Chronisch links positioniert“ ab, aus ‚WI‘ für Wiesbaden wird „Wilder Idiot“ – vielleicht steckt darin ein Funke Wahrheit?

An der Bevölkerungsdichte kann es jedenfalls nicht liegen: Sie schwankt zwischen Cloppenburg (484 Einwohner pro km2) und Wiesbaden (1.361 km2) sehr stark. Auch interessant: Mit Olpe und Leverkusen befinden sich lediglich zwei Landkreise aus dem bevölkerungsdichtesten Bundesland Nordrhein-Westfalen unter den Top Ten – allerdings mit fast gegensätzlichen Verballhornungen wie „Ohne Erbarmen“ (OE) und „Leider etwas verpeilt“ (LEV).

In NRW, Brandenburg und im Saarland glüht nicht nur der Asphalt 

Auf Bundeslandebene ist Nordrhein-Westfalen mit 8,0 Streitigkeiten pro 100 Einwohner Spitzenreiter der Verkehrsstreiter. Kein Wunder, denn das Bundesland hat die höchste Bevölkerungsdichte abseits der Stadtstaaten, das höchste Verkehrsaufkommen und ist aufgrund vieler Baustellen Stauland Nr. eins. Nicht umsonst wird die A40 als „Ruhrschleichweg“ oder auch der „längste Parkplatz des Ruhrgebiets“ genannt. Auch auf der A46 zwischen Wuppertal und Düsseldorf werden Geduld und Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer tagtäglich bis an die Grenzen strapaziert.

„Die Brandenburger warten übrigens mit gleich vielen Verkehrsstreitigkeiten pro Kopf wie NRW auf – obwohl die Bevölkerungsdichte hier nicht als Ursache zählen kann“, erklärt Stahl. „Vielmehr scheinen die gut ausgelasteten Straßen mit vielen Pendlern von und nach Berlin und Potsdam Hauptgrund für Streitigkeiten zu sein: Geschwindigkeitsüberschreitungen machen nämlich einen großen Teil der Verkehrsstreitfälle in diesem Bundesland aus.“

Interessant: Berlin selbst belegt lediglich den fünften Platz. Grund dafür könnte die steigende Nutzung alternativer Verkehrsmittel sein: Öffentliche Verkehrsmittel, Fahrräder und Car-Sharing-Angebote scheinen die Gemüter seit ein paar Jahren etwas zu besänftigen, schlussfolgert Advocard. Obwohl das Saarland laut Streitatlas Platz zehn im Gesamtstreitranking belegt, reißt den Saarländern im Straßenverkehr öfter der Geduldsfaden: Mit 7,8 Streitigkeiten pro 100 Einwohner zoffen sie sich auf den dritten Platz.

Gelassene Bayern und Schleswig-Holsteiner

Im Süden Deutschlands fährt man gelassener. Die Bayern sind mit großem Abstand – zumindest bezogen auf ihr Streitverhalten – die ruhigsten Autofahrer: Nur 5,7 Streitigkeiten pro 100 Einwohner sind im größten Bundesland Deutschlands zu verzeichnen.

„Wenig überraschend ist daher auch das Ergebnis der Landkreise: Gleich neun Landkreise in den Top zehn der friedlichsten Verkehrsteilnehmer befinden sich in Bayern. Einzige Ausnahme ist das nordisch-entspannte Nordfriesland. Auffallend ist, dass vor allem in ländlichen Gegenden wenig Streitfälle verzeichnet werden. Aber warum sollte man auch streiten, wenn man weit und breit das einzige Auto auf der Straße ist und die nächste Ampel Kilometer entfernt ist?

Auswertungsdetails zu allen deutschen Landkreisen zeigt die interaktive Karte auf advocard.de/streitlotse/deutschlands-grosser-streitatlas. (dr)

Foto: Advocard

 

 

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