Check24: Neue Regionalklassen verteuern Kfz-Versicherung um bis zu 277 Euro

Die neue Regionalklasseneinstufung des GDV betrifft elf Millionen Autofahrer. Check24 hat verglichen, welche finanziellen Auswirkungen sich allein durch das Tarifmerkmal Wohnort ergeben. Demnach unterscheiden sich die Kfz-Versicherungsbeiträge zweier ansonsten identischer Versicherungsnehmer um bis zu 277 Euro pro Jahr.

192 Euro Preisunterschied in derselben Straße – die meisten Versicherer berechnen für die neue GDV-Regionalklassen-einstufung verusacht enorme Differenzen in den Beiträgen.

Das zeigen Beispielberechnungen von Check24 auf Basis der jährlich vom GDV veröffentlichten Kfz-Regionalklassen. Diese bilden die Schadenbilanz einer Region für die Kfz-Haftpflicht-, Teilkasko -und Vollkaskoversicherung ab.

Im betrachteten Beispiel zahlt ein Versicherungsnehmer in einem Zulassungsbezirk mit wenigen gemeldeten Kfz-Schäden (Wesermarsch, Niedersachsen) für seinen vollkaskoversicherten VW Golf 476 Euro pro Jahr. Würde er stattdessen in einer Region mit schlechter Schadenbilanz (Berlin) wohnen, läge die Jahresprämie bei 753 Euro – ein Unterschied von 58 Prozent.

Wichtig für Verbraucher: Erhöht sich der Kfz-Versicherungsbeitrag durch Umstufung des Zulassungsbezirkes in eine höhere Regionalklasse, haben sie ein Sonderkündigungsrecht. Die Regionalklassen werden einmal im Jahr für alle deutschen Zulassungsbezirke herausgegeben.

192 Euro Preisunterschied in derselben Straße

Dadurch bedingte Beitragsanpassungen kommunizieren Versicherer in der Regel mit der Beitragsrechnung für das neue Jahr. Diese wird meist im Oktober oder November verschickt wird. Selbe Stadt, selbe Straße und trotzdem 192 Euro Preisunterschied bei der Kfz-Versicherung. Die meisten Versicherer stützen sich nicht nur auf die grobe Einteilung der Regionalklassen, sondern berechnen die Beiträge postleitzahlgenau.

Entsprechende Beispielberechnungen von Check24 bestätigen das: Der Kfz-Versicherungsbeitrag unterscheidet sich zwischen verschiedenen Postleitzahlgebieten in der Landsberger Allee in Berlin bei sonst identischen Tarifmerkmalen um bis zu 192 Euro pro Jahr. Deutliche Unterschiede gibt es etwa auch in der Georg-Schumann-Straße in Leipzig (130 Euro), der Dachauer Straße in München (107 Euro) und der Elbchaussee in Hamburg (102 Euro). (dr)

Foto: Shutterstock

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