Anzeige
Anzeige
7. Dezember 2018, 12:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DIW-Chef Fratzscher kontert Merz-Vorstoß

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW in Berlin, Prof. Marcel Fratzscher, erteilt dem Vorschlag von Freidrich Merz (CDU), die Altersvorsorge über staatlich geförderten Aktienbesitz zu regeln, eine klare Absage. Er favorisiert einen ganz anderen Weg, um die kapitalgedeckte Altersvorsorge zu fördern.

Europaeische-wahrungen-fratzscher in DIW-Chef Fratzscher kontert Merz-Vorstoß

Marcel Fratzscher, DIW, weist den Vorschlag von Friedrich Merz zur Verbesserung der finanziellen Vorsorge der Deutschen zurück.

Gut gemeint, aber an der der Realität der Menschen in Deutschland vorbei, urteilt Fratzscher über den Vorstoß von Merz, der steuerlich gefördertes Aktieneigentum für die Altersvorsorge der Deutschen propagiert. In einer Kolunne für “Zeit Online” konstatiert der DIW-Chef zwar, dass die gesetzliche Rente bei einem Niveau von 48 Prozent des durchschnittlichen Lebenseinkommens nur wenig biete und deshalb eine privat finanzierte und kapitalgedeckte Vorsorge notwendig sei.

20 Prozent Aktien an Erspartem unrealistisch

Allerdings ist laut Fratzscher der von Merz geforderte Anteil von 20 Prozent Aktien am Ersparten nicht realisitisch, da 40 Prozent der Deutschen über keinerlei Ersparnisse verfügen und ihr Einkommen in der Regel vollständig für den täglichen Bedarf aufwenden müssen. Fratzscher fordert die Politik auf, den Menschen endlich die Wahrheit über die Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rente zu offenbaren. Selbst die Riester-Rente sei nicht in der Lage, die Rentenlücke zu schließen und bringe nur Besserverdienenden Vorteile.

Altersvorsorgefonds für alle Deutschen

Um die Altersvorsoge in Deutschland voranzubringen und entscheidend zu stärken, plädiert Fratzscher für einen Staatsfonds, in den alle Erwerbstätigen inklusive der Arbeitslosen einzahlen sollten. Nur für jene Bevölkerungsgruppen, die nur über geringe Sparmöglichkeiten verfügen, solle der Staat mit Zuschüssen aushelfen. Dieser Fonds, so der DIW-Chef, könne durchaus privat gemanagt werden, müsse aber über eine hohe Transparenz verfügen und dürfe nur geringe Gebühren aufweisen. (fm)

Foto: Bettina Volke

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

R+V meldet konstante Überschussbeteiligung für 2019

Die R+V Lebensversicherung AG hält die Gesamtverzinsung sowie die Überschussbeteiligung für 2019 konstant, meldet der Versicherer der Volks- und Raiffeisenbanken.

mehr ...

Immobilien

Eigentumswohnung: Die vier größten Kostenfallen

Die Wohnung gefällt. Lage, Schnitt und Kaufpreis überzeugen. Sollte jetzt schnell gekauft werden? Dr. Christian Grüner, Geschäftsführer der Notarkammer Thüringen warnt vor häufig übersehenen Kostenfallen.

mehr ...

Investmentfonds

4. Asset Manager Meeting: Geballte Multi-Asset-Expertise in Mannheim

“Sieben auf einen Streich“ heißt das Motto für das 4. Asset Manager Meeting Mannheim, das hochkarätig besetzt ist. Die Veranstaltung, die sich mit dem Thema Multi Asset in all seinen Facetten beschäftigt, findet in diesem Jahr an einem außergewöhnlichen Ort statt: Es ist der Neubau der Kunsthalle Mannheim am Friedrichsplatz 4.

mehr ...

Berater

Betriebliche Hinterbliebenenrente darf gekürzt werden

Sieht eine Versorgungsregelung vor, dass die Hinterbliebenenversorgung eines jüngeren hinterbliebenen Ehepartners für jedes volle über zehn Jahre hinausgehende Jahr des Altersunterschieds der Ehegatten um fünf Prozent gekürzt wird, liegt darin keine gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßende Diskriminierung wegen des Alters. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) jetzt entschieden (3 AZR 400/17).

mehr ...

Sachwertanlagen

HEP bringt Solarfonds mit internationalem Fokus

Die HEP Kapitalverwaltung AG aus Güglingen (bei Heilbronn) hat den Vertrieb des neuen Alternativen Investment Fonds (AIF) „HEP – Solar Portfolio 1 GmbH & Co. geschlossene Investment KG“ gestartet.

mehr ...

Recht

Mieterhöhung wegen selbst bezahlter Einbauküche?

Bei Mieterhöhungen ziehen Vermieter meist den örtlichen Mietspiegel als Vergleichsmaßstab heran. Der Mietspiegel bewertet die Wohnungen unter anderem nach ihrer Ausstattung. Doch wie wird die Miethöhe beeinflusst, wenn der Mieter teure Ausstattungen wie eine Einbauküche selbst bezahlt hat? Das hat unlängst der Bundesgerichtshof entschieden.

mehr ...