Fondspolicen: „Die Spanne ist beträchtlich“

Das Geschäft mit Fondspolicen bietet viel Potenzial – für Kunden und Versicherer. Dieses wird von deutschen Anbietern häufig aber verschenkt, wie eine Studie von f-fex zeigt. Cash. sprach mit CEO Dr. Tobias Schmidt.

Tobias Schmidt von f-fex fordert eine laufende Überprüfung des Fondsportfolios.

Cash.: Sie schreiben, dass es große Unterschiede zwischen den Anbietern gibt: Wer überzeugt, wer nicht?


Schmidt: Wir beschäftigen uns in unseren Studien zur fondsgebundenen Lebensversicherung vor allem mit den in den Policen eingesetzten Fonds.

Da diese zu jeweils sehr unterschiedlichen Anlageklassen beziehungsweise Peergroups gehören, nutzen wir das Kriterium „Outperformance gegenüber dem Peergroup-Durchschnitt“, um eine Vergleichbarkeit herzustellen.

Bei dieser Größe zeigt sich, ob erfolgversprechende Fonds im Anlagestock der fondsgebundenen Lebensversicherung (FLV) eingesetzt werden.

Im Schnitt wurde in 2017 nur für ein Viertel des FLV-Anlagestocks Outperformance erzielt, jeweils etwas mehr als ein Drittel war durchschnittlich beziehungsweise unterdurchschnittlich.

Neue Studie Anfang 2019

Die Spanne zwischen den Versicherern ist dabei beträchtlich. In unserer Analyse für 2017 lag die auf den jeweiligen Anlagestock eines Versicherers gerechnete Outperformance zwischen minus 2,51 Prozent und plus 4,80 Prozent.

Bei den größeren Häusern mit einem FLV-Anlagestock über eine Milliarde Euro liegt die Spanne für das Jahr 2017 immerhin noch zwischen minus 1,13 Prozent und plus 1,69 Prozent.

Bei der langen Laufzeit einer Fondspolice hat dies natürlich große Auswirkungen auf die Ablaufleistung. Bei den großen Anbietern lag in 2017 die Ergo vorn, die Axa hinten.

Unsere neue Studie kommt Anfang 2019 heraus. Ich bin gespannt, wie sich die Versicherer im turbulenten Jahr 2018 geschlagen haben.

Seite zwei: Die größten Defizite der Lebensversicherer

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