12. April 2018, 15:07
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Hausratversicherung: Nord-Süd-Gefälle bei Beiträgen

Um das private Vermögen für den Schadenfall abzusichern ist eine Hausratversicherung beinahe unverzichtbar. Wie eine aktuelle Untersuchung des Vergleichsportals Check24 zeigt, gibt es dabei zwischen den einzelnen Bundesländern jedoch teils große Unterschiede.

Hausratversicherung: Nord-Süd-Gefälle bei Beiträgen

Besonders in den Einbruchshochburgen der Bundesrepublik liegen die Beiträge über dem Durchschnitt.

In den deutschen Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie in Nordrhein-Westfalen müssen die Verbraucher laut Check24 am meisten für ihre Hausratversicherung zahlen.

Ein möglicher Grund dafür sei die Tatsache, dass es in diesen vier Bundesländern im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten polizeilich registrierten Wohnungseinbrüche gebe.

Kurzfristig keine Beitragssenkungen

Da die Hausratversicherung auch für Schäden durch Wohnungseinbrüche aufkomme, berücksichtigen die Versicherer auch Einbruchsstatistiken für die Beitragsberechnung. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Wohnungseinbrüche deutschlandweit jedoch um etwa ein Fünftel zurückgegangen.

Benjamin Brook, Geschäftsführer Hausratversicherung bei Check24 sagt: “Mit großflächigen Beitragssenkungen ist trotz des Rückgangs erstmal nicht zu rechnen. Versicherer reagieren eher mittel- bis langfristig auf geänderte Gefahren.”

Im bundesweiten Durchschnitt zahlen Kunden des Vergleichsportals im letzten Jahr 0,87 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für die Hausratversicherung. Berlin (1,07 Euro), Hamburg (1,04 Euro), Nordrhein-Westfalen (0,96 Euro) und Bremen (0,93 Euro) liegen weit über diesem Wert.

Städte unterscheiden sich noch stärker

Dabei lasse sich mit wenigen Ausnahmen ein Nord-Süd-Gefälle erkennen: So seien die Beiträge beispielsweise in Bayern, Rheinland Pfalz (jeweils 0,73 Euro), Baden-Württemberg (0,72 Euro), Thüringen und dem Saarland (jeweils 0,71 Euro) deutlich günstiger.

In diesen Bundesländern sind die Einbruchszahlen im Verhältnis zur Einwohnerzahl laut Check24 deutlich niedriger als beispielsweise in den Stadtstaaten.

Noch größere Beitragsunterschiede seien zwischen den 15 größten Städten der Republik festzustellen. Während Kölner mit 1,44 Euro pro Quadratmeter am meisten zahlen, liege Nürnberg mit 0,68 Euro pro Quadratmeter am Ende des Städtevergleichs. Auch in Dresden, Stuttgart und München sei die Absicherung vergleichsweise erschwinglich. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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1 Kommentar

  1. Hahaha, die Rot-Grünen Bundesländer haben die höchsten Beiträge. Woran das wohl liegen mag?

    Kommentar von Jan Lanc, Neu-Isenburg — 13. April 2018 @ 09:37

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