Milliarden-Entlastung für Krankenversicherte kommt 2019

Die rund 56 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland werden zum Jahreswechsel deutlich entlastet. Am Donnerstag beschloss der Bundestag eines der zentralen Vorhaben der großen Koalition.

Jens Spahn (CDU): Laut dem Bundesgesundheitsminister bleibt den Arbeitnehmern im kommenden Jahr mehr Netto vom Brutto.

Demnach müssen die Arbeitgeber wieder die Hälfte des gesamten Beitrags zahlen. Ab 01. Januar 2019 finanzieren sie auch die bisher von den Mitgliedern allein zu zahlenden Zusatzbeiträge zu gleichen Teilen mit.

Arbeitnehmer und Rentner sparen so 6,9 Milliarden Euro jährlich. Sie sollen auch auf Dauer geschützt werden, steigende Gesundheitskosten allein zu tragen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, Arbeitnehmer profitierten jeden Monat konkret auf ihrer Lohnabrechnung. „Das ist die gute Botschaft.“ Selbst bei steigenden Pflegebeiträgen bleibe im kommenden Jahr mehr Netto vom Brutto.

Gegen „schleichende Privatisierung“

SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach sprach von einem Beschluss von „historischer Bedeutung“, mit dem eine schleichende Privatisierung des Gesundheitssystems abgewendet werde.

Für das Gesetz stimmten die Koalition und die Grünen, dagegen votierte die FDP. AfD und Linke enthielten sich. Im Bundesrat sind die Pläne nicht zustimmungspflichtig.

Zulasten der Arbeitnehmer aufgeweicht worden war die traditionelle Parität bei den Beiträgen vor 13 Jahren. Von 2005 bis 2014 mussten sie einen Sonderbeitrag von 0,9 Prozent zahlen – dies sollte damals die Arbeitgeber entlasten.

Seite zwei: „Wichtige Weichenstellung für die Zukunft“

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