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26. Januar 2018, 11:49
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Nirgends fahren weniger unversicherte Autos als in Deutschland

Die Gefahr, in einen Unfall mit einem unversicherten Auto verwickelt zu werden, ist europaweit nirgends geringer als in Deutschland. Bundesweit seien nur etwa 0,01 Prozent der Kraftfahrzeuge ohne vorgeschriebene Haftpflichtversicherung unterwegs, sagte Michael Bartke vom Gesamtverband der Versicherer (GDV) beim Verkehrsgerichtstag in Goslar.

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Ohne Haftpflichtversicherung darf in Deutschland kein Fahrzeug zugelassen werden.

Bei einem Bestand von 60 Millionen Kraftfahrzeugen wären dies etwa 6.000 ohne Versicherung.

In vielen anderen Ländern, vor allem in Südeuropa, betrage die Quote der unversicherten Kfz fünf bis zehn Prozent, sagte Bartke. Die niedrigere Rate in Deutschland sei auch darauf zurückzuführen, dass die alte Versicherungs-Doppelkarte aus Papier vor zehn Jahren abgeschafft wurde. Seither bestätigen die 130 Kfz-Versicherer den 420 Zulassungsstellen auf elektronischem Weg, dass ein Fahrzeug versichert ist. Dadurch sei die Zulassung schneller und effizienter geworden, Fälschungen seien kaum noch möglich.

Manche Halter zahlen Prämie nicht

Ohne Haftpflichtversicherung darf in Deutschland kein Fahrzeug zugelassen werden. Nur so sei gewährleistet, dass Opfer von Verkehrsunfällen nicht auf dem Schaden sitzen bleiben, sondern vom Versicherer der Gegenseite entschädigt werden, sagte ein GDV-Sprecher.

Dass dennoch ein minimaler Prozentsatz ohne Versicherung unterwegs sei, liege zumeist daran, dass Halter die Prämie nicht bezahlen, sagte Bartke. Dann kündige die Versicherung die Police und verständige die Zulassungsstelle. Die Behörden legten die betreffenden Fahrzeuge still. Wenn es nicht gelinge, Halter und Fahrzeug aufzuspüren, könne es dazu kommen, dass diese unversichert unterwegs sind. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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