27. Februar 2018, 12:00
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Studie: Angst vor Cyberkriminalität wächst

Die Wirtschaft in Deutschland boomt und digitalisiert sich immer mehr. Das hat auch zur Folge, dass sich immer mehr Unternehmen durch Cyber-Angriffe gefährdet sehen, wie aus einer aktuellen Studie der Gothaer Versicherung hervorgeht.

Studie: Angst vor Cyberkriminalität wächst

Trotz der wachsenden Angst sind Versicherungs-Policen für Cyberrisiken unter KMUs derzeit nur wenig verbreitet.

Der Studie zufolge sehen 40 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) in Deutschland Cyber-Risiken wie Hackerangriffe oder Datendiebstahl als eine der größten Gefahren für ihren Betrieb an – im Vorjahr waren es nur 32 Prozent.

Immerhin 37 Prozent halten eine konkrete Bedrohung dieser Art für ihr Unternehmen für wahrscheinlich (2017: 34 Prozent), während fast jedes fünfte (19 Prozent) Unternehmen bereits Opfer eines Hackerangriffs, Trojaners oder Datendiebstahls gewesen sei.

Trotzdem weisen die Vorsichtsmaßnahmen der KMUs noch immer eklatante Lücken auf: Jedes fünfte Unternehmen verzichte auch Virenschutzprogramme, jedes vierte auf eine Firewall und fast ein Drittel führe keine regelmäßigen Backups durch.

Wachstum auf niedrigem Niveau

Auch ein Versicherungsschutz für Cyberrisiken ist laut Gothaer derzeit noch kaum verbreitet – so haben derzeit nur 13 Prozent der Unternehmen einen solchen, was jedoch ein Wachstum um sieben Prozentpunkte seit 2015 bedeute.

“Damit zeigt sich ein Trend zum Abschluss einer Cyber-Police – auch wenn noch auf zu niedrigem Niveau. Unsere Studien zeigen, dass das Risikobewusstsein und die Angst vor Cyber-Angriffen bei den KMUs seit Jahren steigen”, sagt Frank Huy, Leiter Financial Lines bei der Gothaer Allgemeine Versicherung AG.

Das Risiko, von Cyber-Attacken betroffen zu sein, werde von den Unternehmen erkannt. Trotzdem werde die Absicherung durch eine Cyperpolice noch nicht häufig genug genutzt, jedoch steige die Nachfrage nach öffentlichkeitswirksamen Hackerangriffen.

Seite zwei: Was bei Cyber-Schutz besonders wichtig ist

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