Allianz: Geringe Schäden treiben Gewinn – Aktie legt zu

Geringere Schäden durch Naturkatastrophen haben Europas größtem Versicherer Allianz einen überraschend guten Jahresstart beschert. Im ersten Quartal erzielte der Dax-Konzern einen operativen Gewinn von fast drei Milliarden Euro und damit 7,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Als wichtigster Gewinnbringer erwies sich die größte Sparte der Allianz, die Schaden- und Unfallversicherung.

Das Desaster um den Mittelstreckenjet Boeing 737 Max und der Dammbruch an einer Eisenerz-Mine in Brasilien mit jeweils hunderten Toten schmälerten bei der Allianz den Gewinn nur leicht.

Tatsächlich verdiente die Allianz sogar mehr als von Analysten erwartet. Und Vorstandschef Oliver Bäte sieht den Versicherer auf gutem Weg, in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn von elf bis zwölf Milliarden Euro zu erreichen, wie er am Dienstag in München sagte.

Branchenexperten gingen zuletzt im Schnitt von knapp 11,8 Milliarden Euro aus. Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten gut an. Im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate legte der Kurs der Allianz-Aktie zuletzt rund eineinhalb Prozent zu.

Umsatz steigt überraschend stark

Der Nettogewinn der Allianz wuchs im ersten Quartal wegen geringerer Kapitalerträge lediglich um zwei Prozent auf 1,97 Milliarden Euro.

Analysten hatten hier jedoch sogar mit einem Rückgang gerechnet. Der Umsatz stieg überraschend stark um neun Prozent auf 40,3 Milliarden Euro.

Als wichtigster Gewinnbringer erwies sich die größte Sparte des Konzerns, die Schaden- und Unfallversicherung. Sie profitierte davon, dass sich die Schäden durch Naturkatastrophen im Jahresvergleich auf 141 Millionen Euro mehr als halbierten.

Seite zwei: Allianz steckt Jet-Absturz und Dammbruch gut weg

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